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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Sorgen wegen Neubau-Planung

14.09.2019

Hundsmühlen „Wenn hier so gebaut wird wie geplant, bedeutet das einen Dammbruch für den Ort. Das wird als neuer Maßstab bei weiteren Bauvorhaben gelten“, befürchtet Ulf Rosenfeld. Er ist Nachbar der ehemaligen Gärtnerei Meißner an der Hunoldstraße in Hundsmühlen. Dort, wo früher Gewächshäuser standen, könnten – so die ersten Planungen – drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 17 Wohnungen und einer Arztpraxis entstehen sowie zwei Einfamilienhäuser. Als viel zu massiv kritisieren Anlieger und Ortsverein diesen Entwurf.

Sowohl das vordere Haus, das als 30 Meter langer Riegel direkt an der Hunoldstraße stehen soll, als auch die Gebäudehöhe von zwölf Metern bereitet ihnen Sorge. „Das Grundstück ist sehr groß und fällt für den gesamten Ort ins Gewicht“, betont Ulf Rosenfeld, und seine Nachbarin Erika Przysucha fügt hinzu: „Mit Hundsmühlen hat das nichts mehr zu tun.“ Lesen Sie hier mehr zum Entwurf

Doch Anwohner und Ortsverein eint noch eine weitere Befürchtung: die mögliche Veränderung des Grundwasserspiegels, denn unter den Häusern ist eine Tiefgarage mit 38 Stellplätzen geplant. Das Grundstück liegt direkt hinter dem Deich und unter der Wasserlinie der Hunte. „Die Verdrängung, die durch den Bau der Tiefgarage entsteht, darf man nicht außer Acht lassen“, sagt Jens Zschiedrich vom Ortsverein Hundsmühlen.

Hochwasserschutz

Sowohl der Ortsverein als auch die Anlieger haben ihre Bedenken formuliert – der Ortsverein hatte sich an den Landkreis gewandt, die Anlieger in einem offenen Brief an die Bürgermeisterin und die Ratsmitglieder. Mit Erfolg – zumindest die Frage, welche Auswirkungen der Bau auf den Grundwasserspiegel und den Deichschutz hat, wird jetzt tatsächlich intensiver beleuchtet. Der Planungsausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, hier den Landkreis und den NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) zurate zu ziehen. Vorher werden die Planungen nicht fortgeführt.

Sensibler Bereich

Eines ist den Kritikern wichtig: „Wir haben überhaupt nichts dagegen, dass hier gebaut wird“, betonen sie. „Und natürlich will ein Bauunternehmer Geld verdienen, das ist legitim.“ Aber sowohl die aktuellen Planungen als auch einige andere Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Neubauvorhaben seien so nicht akzeptabel. Damit sprechen Ortsverein und Anlieger unter anderem das beschleunigte Verfahren an, das hier angewendet werden soll. In diesem Fall ist keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig – für die Kritiker unbegreiflich in diesem sensiblen Bereich direkt am Deich. Der Ortsverein spricht in einem Brief an den Landkreis, der der NWZ vorliegt, gar von einem Verfahrensfehler. Auch im Planungsausschuss im Mai war über das beschleunigte Verfahren und die damit einhergehende nicht notwendige Umweltverträglichkeitsprüfung diskutiert worden. Ausgerechnet die Grünen sprachen sich damals für das beschleunigte Verfahren aus.

Die Anwohner stellen in ihrem offenen Brief – auch dieser liegt der Redaktion vor – konkrete Fragen. Etwa zur Änderung des Bebauungsplanes, der erst im September 2017 beschlossen worden war und bereits nach anderthalb Jahren wieder aufgehoben werde. Die neuen Vorgaben könnten, befürchten die Anlieger, nun bei weiteren Bauvorhaben Maßstab werden und das Gesicht Hundsmühlens extrem verändern. Auch die Firsthöhe von zwölf Metern direkt an der Straße ist ihnen ein Dorn im Auge. „Wir haben in Hundsmühlen noch andere große Gebäude. Aber die liegen weiter zurück und wirken deshalb nicht so massiv“, sagt Eris Gerriets.

Altersgerechtes Bauen

Das versprochene „altersgerechte Wohnen“ halten die Kritiker für eine Mogelpackung. „Hier wird mit Schlüsselwörtern geworben, auf die im Moment wegen der Altersstruktur viele Leute anspringen, die aber keine Aussagekraft haben.“ Altersgerecht bedeute keineswegs barrierefrei, machen sie deutlich.

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Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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