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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Kundgebung: Im Einsatz für den Frieden

17.04.2015

Wildeshausen „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“ – Willy Brandts berühmtes Zitat war am Donnerstagmittag gut sichtbar für alle zu lesen, die über den Marktplatz in Wildeshausen spazierten. Mit diesem Ausspruch auf einem über zwei Meter hohen Kreuz erinnerten die SPD-Senioren an das Ende des Krieges vor 70 Jahren.

Auf Handzetteln prangerten sie an, dass rechtsextreme Parteien heute wieder wählbar geworden seien und versuchen würden, die Jugend für ihre Ziele zu gewinnen.

Hermann Bokelmann, Vorsitzender der SPD-AG 60plus, erinnerte: „Kriege sind immer sinnlos, aber diejenigen, die uns verantwortungslos ins Verderben stürzten, fanden nicht einmal den Mut, dieses Sterben zu beenden, als bereits alles verloren war.“

Wie er ermittelt hat fanden die letzten Kämpfe um Wildeshausen vom 10. bis 16. April 1945 statt. Dabei verloren zwölf Zivilpersonen ihr Leben. Sinnlose Verteidigungskämpfe bis zum 28. April in Ganderkesee, Kirchhatten und Hude forderten insgesamt 220 Todesopfer.

60-plus-Bezirksvorsitzender Gerd Groskurt, der die Aktion für ganz Weser-Ems organisierte, fügte hinzu: „Über die militärische Niederlage hinaus ist uns besonders wichtig daran zu erinnern, dass schon zwölf Jahre früher mit der Machtergreifung der Nazis die Demokratie kapituliert hat. Die eigentliche Niederlage stand also schon am Beginn und nicht erst am Ende der Nazi-Zeit.“

Das Ziel der Demonstration ist für Bokelmann eindeutig: „Nie wieder Krieg. Weil es selbst in Europa wieder unfriedlicher wird, rufen wir die Kriegsfolgen in Erinnerung und appellieren für den Frieden.“

Die SPD-Senioren kamen bei der Aktion mit einigen Bürgern ins Gespräch. Es ging für sie nicht nur darum, über das Leid zu berichten, dass der Krieg anrichten kann, sondern auch einen klaren Auftrag zu vermitteln. „Seht nicht ohnmächtig zu, wie Einzelne sich der Demokratie bedienen, um unsere demokratischen Freiheiten zu zerstören. Bleibt nicht untätig, wenn extreme Gruppen unsere Toleranz ausnutzen, um Fremdenfeindlichkeit zu säen“, fasst Bokelmann den Appell der Gruppe zusammen.

Die bittere Erfahrung einer von Nazis verführten Jugend machte viele der Zeitzeugen sensibel für rechtsradikale Tendenzen. Die Aktion soll deshalb auch in anderen Städten Niedersachsens wie etwa Oldenburg oder Delmenhorst fortgesetzt werden.

Andreas Heizmann Volontär / NWZ-Redaktion
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