• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Integration: „Jede Woche ein neuer Sprachkursus“

06.07.2016

Ganderkesee Die Zeiten, in denen jede Woche Dutzende Neuankömmlinge in der Gemeinde untergebracht und versorgt werden mussten, sind vorerst vorbei. Aber die Flüchtlingsarbeit ist nicht weniger geworden – nur anders: „Jetzt geht es um Integration“, sagt Erich Kurzawski, der Motor des örtlichen Arbeitskreises Flüchtlinge.

Alle Notunterkünfte wieder geräumt – Abbau auch im Stadion

435 Asylbewerber halten sich derzeit in der Gemeinde Ganderkesee auf – 30 weniger als vor einem Monat und 85 weniger als beim Höchststand am 31. März (520). Der Rückgang ist einerseits auf Fortzüge zurückzuführen, aber auch darauf, dass die Menschen das Asylverfahren abgeschlossen haben und nun als anerkannte Flüchtlinge hier leben.

Angesiedelt ist die Flüchtlingsarbeit im Rathaus beim Fachdienst Schulen, Jugend, Sport, Migration und Integration. Das Team um Sozialarbeiterin Marieke Purnhagen umfasst sieben Arbeitskräfte. Vier davon sprechen Arabisch oder Kurdisch. Eingebunden in die Flüchtlingsarbeit sind aber auch die Jugendzentren und die Sozialpädagogen an den Schulen.

Ausgedient haben die Notunterkünfte in der Gemeinde: Die Mobilhalle am Wellenhofsweg in Bookholzberg wurde schon Ende Mai abgebaut, die im Ganderkeseer Stadion soll noch in den Sommerferien folgen. Leer ist inzwischen auch die Turnhalle am Habbrügger Weg, sie kann aber – falls erforderlich – kurzfristig wieder eingerichtet und belegt werden.

Und dafür wird in Ganderkesee allerhand getan: Vielfältig ist bereits das Angebot an Beratung, Betreuung und Begleitung für Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge. Auf rund 130 freiwillige Helfer können Verwaltung und Kirche in der Gemeinde immer noch zurückgreifen. In der Hochphase der Flüchtlingswelle im November 2015 hatten 400 Männer und Frauen ihre Dienste angeboten, letztlich wurde knapp die Hälfte davon gebraucht – seit Einstellung der Essensausgabe für die Menschen in den Notunterkünften sind es noch einmal rund 50 weniger.

In verschiedenen Arbeitsgruppen geht der Arbeitskreis Flüchtlinge die Herausforderungen an. Neben bereits länger funktionierenden Angeboten wie der Fahrradwerkstatt oder der Nähstube kümmert sich jetzt zum Beispiel ein Team um die Begleitung bei Alltagsangelegenheiten wie Arztbesuchen, Behördengängen, Kindergartenanmeldungen oder Einkäufen. „Wir sind noch dabei, das zu strukturieren“, sagt Kurzawski. Eine andere Gruppe bereitet Ausflüge vor: An diesem Donnerstag etwa geht es unter Mithilfe des VdK-Ortsverbandes in den Tier- und Freizeitpark Thüle.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In Planung ist zudem eine monatliche Kaffee- und Teestunde mit kurzen informativen Vorträgen. Und sehr gut angenommen, so Kurzawski, werde auch das Kochen für Männer. Bei solchen Treffen gehe es um Kennenlernen sowie den Abbau von Scheu und Ängsten, vor allem aber um das Erlernen der Sprache. Dazu dienen ferner Alphabetisierungskurse – zusätzlich zum Angebot der Volkshochschule.

Aber auch die regioVHS macht keine Sommerpause: „Jede Woche startet ein neuer Sprachkursus“, berichtet Programmbereichsleiter Andreas Lembeck. Nach wie vor mangele es an Dozenten, die Gemeinde schreibe aber jetzt Stellen aus. Vor allem die sieben Monate dauernden Integrationskurse, die Grundlage sind für einen Berufseinstieg, seien stark nachgefragt, so Lembeck: „Da stehen Hunderte auf der Warteliste.“ Immerhin müssen Asylbewerber darauf nicht mehr warten, bis ihr Verfahren abgeschlossen ist: Flüchtlinge aus Ländern mit Bleibeperspektive, erklärt Andreas Lembeck, können auch vorher schon einen Integrationskursus belegen.

Noch nicht ganz so weit ist die Flüchtlingsarbeit im Norden der Gemeinde: Alphabetisierungskurse und ein Nähstübchen würden zurzeit in Bookholzberg vorbereitet, berichtet Vanessa Wolf, Flüchtlingsberaterin der Diakonie. Ein Willkommenscafé habe es im Mai schon gegeben, ein Grillfest sei im Juli noch geplant. Ein Stamm von rund 30 Ehrenamtlichen stehe in Bookholzberg bereit, um weitere Angebote umzusetzen, freut sich Vanessa Wolf.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2741
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.