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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Jeder hat eigenes Krankheitsbild

11.05.2012

Die Selbsthilfegruppe für Parkinson-Betroffene in Ganderkesee feiert an diesem Freitag zehnjähriges Bestehen. Die stellvertretende Vorsitzende Elisabeth Bödeker sprach mit der NWZ  über die Entwicklung und die Arbeit der Selbsthilfegruppe.

FRAGE: Wie kamen Sie in die Selbsthilfegruppe?

BÖDEKER: Mein Mann und ich sind schon seit sieben Jahren in der Selbsthilfegruppe. Mein Mann ist vor zehn Jahren an Parkinson erkrankt. Als wir von der Gruppe erfuhren, haben wir sie besucht, um Antworten zu Fragen zu finden, die uns der Arzt nicht beantworten konnte. Schon bald habe ich mich mehr dafür engagiert.

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FRAGE: Wie viele Personen sind denn in der Gruppe? Und leiden alle an Parkinson?

BÖDEKER: Es gibt etwa 50 Personen, die wir zu unseren Aktivitäten einladen. Davon kommen pro Sitzung etwa 20 bis 30. Darunter sind nicht nur Erkrankte, sondern auch deren Angehörige. Bei weitem nicht alle sind aus Ganderkesee. Es kommen auch Menschen aus Delmenhorst, Wüsting und Hude.

FRAGE: Was suchen die Parkinson-Erkrankten in der Gruppe?

BÖDEKER: Jeder hat seine eigene Form des Morbus’ Parkinson. Die Patienten tauschen sich aus über unterschiedliche Beschwerden oder die Verträglichkeit von Medikamenten. Auch das Gefühl des „Festgenageltseins“ beschäftigt die Erkrankten.

FRAGE: Worüber tauschen sich die Angehörigen aus?

BÖDEKER: Die Pflege von Parkinson-Erkrankten ist sehr zeitintensiv und anstrengend. Vor allem die Langsamkeit der Patienten in ihren Bewegungsabläufen belastet die Angehörigen. Der Verlust an Beweglichkeit ist anstrengend. Zu den Symptomen der Krankheit gehören auch Halluzinationen und Schlafstörungen. Die sind für die Angehörigen ebenfalls belastend. Sowohl Angehörige als auch Erkrankte haben in unserer Gruppe die Gelegenheit, im kleinen Kreis Fragen zu stellen. Wir beginnen daher auch unsere Sitzungen immer damit, uns gegenseitig zu erzählen, wie es uns geht.

FRAGE: Wie hat sich die Gruppe insgesamt verändert?

BÖDEKER: Anne Schröder hat die Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen und lange organisiert. Sie ist ein großes Vorbild für mich. Weil sie immer kranker wurde, zog sie sich vor einigen Jahren aus der aktiven Arbeit zurück. Seit der Gründung sind zehn Mitglieder verstorben, manche ihrer Angehörigen kommen auch heute noch gerne in die Gruppe.

Maximilian Müller Volontär / NWZ-Redaktion
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