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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Kleinere Gruppe in Huntlosen einrichten

28.06.2016

Huntlosen Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres 2016/17 wird im evangelischen Kindergarten in Huntlosen eine Regelgruppe mit 25 Plätzen in eine Kleingruppe für maximal zehn Kinder umgewandelt. Damit reagiert die Gemeinde auf die rückläufigen Kinderzahlen in der Kita. Ohne diese Verkleinerung wären 19 Regelplätze sowie ein Integrationsplatz ab August frei gewesen. Zu viel angesichts von insgesamt 68 Plätzen, fanden Verwaltung und die Mehrheit der Politik mit Blick auf die finanzielle Belastung der Kommune.

Vor einem Jahr hatte es schon einmal den Vorstoß der Verwaltung gegeben, eine Klein- statt einer Regelgruppe in Huntlosen einzurichten. Damals war er noch an der Politik und dem Träger der Kita, der ev.-luth. Gemeinde, gescheitert. Diesmal lehnt die Kirchengemeinde die Verkleinerung erneut ab, was die Ratsmehrheit aber nicht mehr überzeugte. Stattdessen wird eine pädagogische Fachkraft wegfallen. Vier Regelplätze sind derzeit noch frei.

Die Kommunale Alternative (KA) springt in einer Stellungnahme dem Träger zur Seite. „Finanzpolitisch erscheint diese Entscheidung durchaus nachvollziehbar“, so Fraktionschef Axel Janßen, „doch wir teilen aufgrund der besonderen Situation die Bedenken des Trägers und lehnen diese Verkleinerung ab.“

Die KA erinnert daran, dass die Kita eine ihrer Gruppen seit Jahren in einem vorgelagerten Container betreuen muss. Hier dürfte wohl die Kleingruppe mit einer Erzieherin künftig einziehen, so Janßen. „Da auch diese Gruppe nie ohne Aufsicht sein darf, bedeutet das, dass die zuständige Fachkraft den Container nur verlassen darf, wenn zuvor eine Vertretung aus einer anderen Gruppe herbeigeholt worden ist.“

Problematisch werde die Situation im Krankheitsfall der Gruppenleiterin, da sie die zentrale Bezugsperson sei. Daneben sieht die KA das „Risiko“, dass sich die Zahl der noch vier freien Plätze für Nachzügler als nicht ausreichend erweist. Eine Rückkehr zur bisherigen Gruppengröße werde kaum möglich sein, zumal die dann wieder notwendige zweite Fachkraft fehle und qualifizierte Bewerber Mangelware seien.

Die Verwaltung kam anhand der vorliegenden Geburtenzahlen zu dem Schluss, dass auch für die nächsten Jahre kein Anstieg der Anmeldezahlen zu erwarten sei. Erfahrungsgemäß werde auch die Ausweisung eines neuen Baugebietes in Huntlosen daran nichts ändern, heißt es.

Janßen bewertet das Vorgehen der Verwaltung kritisch: „Das Angebot einer hochwertigen Kinderbetreuung ist mittlerweile zu einem entscheidenden Standortfaktor geworden. Wer hier aus Kostengründen stets auf Kante näht, vergibt die Chance, für junge Familien als Wohnort attraktiv zu sein.“

Ulrich Suttka
Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2702

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