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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Moderne Sklaverei auch im Landkreis?

23.03.2018

Landkreis Der Landkreis Oldenburg soll sich stärker mit der Wohnsituation der osteuropäischen Lohnarbeiter, größtenteils Werkvertragsarbeiter, befassen. Das fordert die Fraktion der Grünen im Kreistag des Landkreises Oldenburg. Sie hat einen entsprechenden Antrag an Landrat Carsten Harings auf den Weg gebracht.

Ausdrücklich Bezug nehmen die Grünen dabei auf die Berichte des früheren Prälaten Peter Kossen, der sich mit seinem Engagement gegen die Ausbeutung von Arbeitnehmern, insbesondere in der Fleischindustrie, bundesweit einen Namen gemacht hat. Er berichtete von unbezahlter Mehrarbeit oder Mietpreisen in Höhe von 290 bis 420 Euro monatlich für ein Bett in einer Gemeinschaftsunterkunft.

„Gibt es nach Einschätzung der Verwaltung ähnliche Zustände im Landkreis Oldenburg?“, will die Grünen-Kreistagsabgeordnete Elke Szepanski wissen. Immer wieder gebe es besonders in Ahlhorn Gerüchte, dass dort unhaltbarere Zustände im Wohnbereich, aber auch im Verhältnis zu den Arbeitgebern herrschen. „Die Politik sollte daran arbeiten, dass die Unternehmen nur ein begrenztes Kontingent an Werkvertragsarbeitern und -arbeiterinnen beschäftigen dürfen“, so Grünen-Fraktionschef Eduard Hüsers. „Ausreichen würden zehn Prozent, um Arbeitsspitzen abzudecken.“

Da die Arbeiter ständig in unsicheren Verhältnissen leben würden, sei eine Integration in das Dorfleben kaum möglich. Es entwickele sich ein Parallelgesellschaft mit zum Teil „sklavenähnlichen Verhältnissen“, meinen die Grünen. Hier brauche die Bundespolitik „Druck von unten“, um die notwendigen Veränderungsprozesse einzuleiten. Die Grünen-Fraktion erwartet eine umfassende Berichterstattung und Aufklärung über die Wohn- und Arbeitssituation.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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