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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Politik: Nicht erneut in den Bundestag

11.04.2020

Landkreis Die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (55) steht 2021 nicht für eine weitere Kandidatur zur Wahl in den Bundestag zur Verfügung. Das teilte die Ahlhornerin am Donnerstagabend mit.

Gemeinsam mit der Familie habe sie sich in den vergangenen Wochen mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt und diese Entscheidung getroffen. „Ohne die Unterstützung meines Mannes und meiner drei Kinder hätte ich Familie und Beruf in Berlin und im Wahlkreis niemals unter einen Hut bekommen“, so Grotelüschen.

Schließlich möchte sie mit dem heutigen Signal den CDU Gemeinde- und Stadtverbänden im Wahlkreis 28, der die Landkreise Oldenburg und Wesermarsch sowie die Stadt Delmenhorst umfasst, rechtzeitig vor der Bundestagswahl im Herbst 2021 die Gelegenheit geben, eine Nachfolgerin beziehungsweise einen Nachfolger zu suchen sowie ihre Erfahrung und ihr Wissen weiterzugeben.

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„Es ist mir nicht leicht gefallen, diese Entscheidung zu treffen. Schließlich hängt bei mir nach wie vor sehr viel Herzblut und Verbundenheit mit den Bürgern an dieser Aufgabe. Auch dass ich 2009, erstmals nach 46 Jahren und dreimal in Folge, das Direktmandat in meinem Wahlkreis gewinnen konnte, was zuvor keinem CDU-Abgeordneten gelang, erfüllt mich nach wie vor mit Dankbarkeit und ist gleichzeitig auch Verpflichtung für mich“, erklärte Grotelüschen.

Doch nach über einem Jahrzehnt als Berufspolitikerin möchte die 55-Jährige studierte Oecotrophologin für die kommenden zehn Jahre ihres Berufslebens noch einmal etwas Neues beginnen. „Ich habe mit 20 Jahren Erfahrung in der freien Wirtschaft und meinem politischen Engagement, insbesondere als Wirtschaftspolitikerin im Mittelstand, viele interessante Unternehmen, Verbände und vor allem engagierte Menschen kennengelernt. Ich kann mir vieles vorstellen, schauen wir mal, frei nach dem Max-Giesinger-Lied: Auf das, was da noch kommt“, so Grotelüschen. Zudem habe sie noch ausreichend Zeit, sich zu orientieren, denn es gebe bis zum Herbst 2021 noch einiges zu tun. Denn nicht nur in Zeiten von Corona suchten viele ihren Rat sowie ihre Unterstützung.

Die Ahlhornerin ist nicht nur Bundestagsabgeordnete, sondern gehört auch dem Kreistag und dem Gemeinderat in Großenkneten an. Zudem ist sie Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung Oldenburg-Land.

Nach ihrer ersten Wahl in den Bundestag 2009 schied Grotelüschen 2010 schon wieder aus, als sie vom damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff zur niedersächsischen Landwirtschaftsministerin berufen wurde. Im Dezember 2010 trat sie aber bereits von diesem Amt wieder zurück, da die Kritik von Tierschutzverbänden und Oppositionsparteien an ihrer Amtsführung und an familiären Verflechtungen in die Fleischbranche nicht abrissen.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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