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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Papstwahl: Live dabei auf dem Petersplatz

15.03.2013

Rom /Landkreis Oldenburg Heinrich Menneking, 22 Jahre alter Priesteramtsstudent aus Wildeshausen, war live dabei, als sich am Mittwochabend der neue Papst auf dem Petersplatz in Rom vorstellte. „Wir hatten gerade die Messe gefeiert und wollten zu Abend essen, als es plötzlich hieß, dass weißer Rauch aufsteigt“, berichtet der angehende Diözesanpriester, der an der Päpstlichen Universität Gregoriania studiert. Angesichts des strömenden Regens in Rom habe er sich gleich Mantel und Regenschirm geschnappt und sei mit einem Mitseminaristen zum nächsten Taxistand gerannt. „Weiter ging es zum Petersplatz, wo schon eine riesige Menschenmenge war“, erzählt der junge Wildeshauser. Dort habe das große Warten begonnen. „Als endlich der Kardinal nach vorne trat, um den Namen des neuen Papstes zu verkünden, herrschte erst einmal Ruhe, weil viele ihn nicht so recht einordnen konnten“, so Menneking weiter. Zehn Meter von ihm entfernt habe jedoch eine kleine jubelnde Gruppe Argentinier gestanden, die ihn in italienischer Sprache genauer über den neuen Papst informiert hätten.

Als dieser schließlich auf den Balkon getreten sei, sei das ein ganz besonderer Moment gewesen. „Dass er als erstes mit den versammelten Menschen für seinen Vorgänger gebetet hat und dann – noch vor dem Segen Urbi et Orbi – die Menschen gebeten hat, für ihn zu beten, hat gezeigt, dass er für ein aktiveres Leben des Glaubens steht“, zeigt sich Menneking immer noch beeindruckt.

Viel Respekt

Generell ist der Respekt, der Papst Franziskus I. schon jetzt entgegengebracht wird, groß. Holger Kintzinger, katholischer Pastor in Wildeshausen, begrüßt es „ausdrücklich“, dass der neue Papst aus Südamerika kommt. „Es ist wichtig, dass die Menschen dieses Kontinents mit seiner Armut und seinen sozialen Problemen sich vertreten fühlen“, sagt er. Der Name des neuen Papstes, der erstmals an den Heiligen Franz von Assisi anknüpfe, sei ja schon Programm. „Wir sind jetzt in einer ganz spannenden kirchengeschichtlichen Phase“, so Kintzingers Einschätzung.

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Einen tollen ersten Eindruck hat auch Pfarrer Heinz-Werner Bittner aus Ahlhorn gewonnen. „Papst Franziskus I. wirkt sympathisch und geht bodenständig mit den Menschen um“, hat er beobachtet. Und weiter: „Er hat sich etwas Tolles vorgenommen, und jetzt wird sich wohl einiges ändern.“

Auf viel Respekt stößt allerdings nach wie vor auch der vorherige deutsche Papst Benedikt XVI. „Persönlich als Katholik habe ich die Art und Entscheidungen von Papst Benedikt geschätzt“, betont Norbert Tenkhoff, Ortsbeauftragter der Malteser in Sandkrug. Als Nachfolger hätte er sich „vielleicht einen etwas jüngeren Papst gewünscht“. Auf die Arbeit der Malteser vor Ort werde die Wahl des neuen Papstes sicherlich zunächst keine großen Auswirkungen haben. Hier spüre man eher die Entscheidungen auf der Ebene des Bischofs. „In den nächsten Tagen wird sich aber sicher zeigen, welche Schwerpunktthemen der Papst setzt – ich bin gespannt, wo die liegen werden“, so Tenkhoff.

Große Erwartungen

Hoffnungsvoll zeigt sich auch Marion Borsum. „Ich habe Bergoglio bei seinen Auftritten im Fernsehen als sehr angenehmen Menschen erlebt“, sagt das Gemeindemitglied der katholischen St. Marien-Kirche in Hude. Sie freue sich, dass ein Nicht-Europäer nun das Amt des Papstes besetze. „Er bat das Volk für ihn zu beten. Das zeigt seine Ehrfurcht vor der großen Verantwortung“, sagt die Huderin. Die Erwartungen an den neuen Papst seien groß. Themen wie Missbrauchsaufklärung, die Rolle der Frau in der katholischen Kirche und der Zusammenhalt der christlichen Glaubensgemeinschaften lägen in seinen Händen. „Ich wünsche mir, dass einiges in Bewegung kommt; ob ein einziger Mann mit 76 Jahren all das erfüllen kann, wird sich zeigen“, gibt die Katholikin zu bedenken – sie sei gespannt.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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