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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Interview: „Lohnt sich, Zeit im Rat zu investieren“

23.01.2016
Frage: Herr Toth, der Bürger engagiert sich heute doch nur noch politisch, wenn es Probleme vor der eigenen Haustür gibt – siehe die Hatter Bürgerinitiativen. Wie wollen Sie die Menschen überzeugen, dass es sich lohnt, viele Stunden in Ausschüssen und Ratssitzungen über die Probleme der Allgemeinheit zu diskutieren?

Toth: Es lohnt sich, weil man so daran mitwirken kann, wohin sich unsere Gemeinde entwickelt. Hatten ist ein schöner Platz zum Leben und damit dies auch so bleibt und die Menschen hier gern leben, dafür lohnt es sich, Zeit im Rat und in Ausschüssen zu investieren. Von einer guten Gemeindeentwicklung profitieren alle, die hier leben.

Manch einer wird überrascht sein, was man als Bürger in der Kommunalpolitik dazu beisteuern kann. Auch wenn sich Bürger engagieren bei den „Problemen vor der eigenen Haustür“ ist das ja gut, denn so entsteht Dialog. Die Politik hört neue Argumente oder erfährt von Problemen, die vielleicht vorher noch nicht so bekannt waren.

Frage: Im Hatter Rat gibt es zurzeit 23 Männer und nur sechs Frauen. Woran liegt das?

Toth: Die SPD wird versuchen, bei der Anzahl der derzeitigen Sitze unserer Fraktion auf der nächsten Liste eine Quote einzuhalten, um ein gleiches Verhältnis zwischen Männern und Frauen zu haben. Woran es liegt, dass zur Zeit wenig Frauen im Rat sind, lässt sich schwer sagen. Übrigens, die Hälfte der aktuell im Rat vertretenen Frauen gehört der SPD-Fraktion an.

Frage: Mal abgesehen vom Geschlecht und politischen Standpunkt. Was muss Ihrer Meinung nach ein Kandidat für den Rat mitbringen?

Toth: Er oder Sie sollte dialogfreudig sein und Lust am Meinungsaustausch haben, zuhören können, auch kompromissbereit sein. Spaß daran haben, Ideen zu entwickeln und Geduld und Ausdauer mitbringen. Denn manche Themen nehmen viel Zeit in Anspruch, bis sie zu einem Ende kommen.

Frage: Ihr Eindruck: Wie gut kennen die „Normalbürger“ die Entscheidungswege und –gremien vor Ort?

Toth: Mein Eindruck ist, dass bei vielen Bürgern da eine Wissenslücke besteht. Das kann und sollte man aber nicht zum Vorwurf machen, denn unterschiedliche Zuständigkeiten zwischen Kommune, Kreis und Land machen das Ganze oft auch nicht einfach. Die Dorferneuerung in Kirchhatten hat beispielsweise gezeigt, an welchen Stellen überall Gespräche geführt werden müssen, damit man eine Straße erneuern kann. Die SPD möchte dies nachvollziehbarer machen. Daher laden wir ja auch zu dem „Schnupperabend Kommunalpolitik“ ein, an dem dargelegt werden soll, was Ratsarbeit ist und kann.

Frage: Sie sagen ja auch, die Veranstaltung soll überparteilich sein und auch Menschen ohne Ambitionen, in eine Partei einzutreten, ansprechen. Als SPD-Ortsvereinsvorsitzender muss es Sie aber doch eigentlich schmerzen, wenn politisch Engagierte einen anderen Weg wählen, oder?

Toth: Natürlich ist es für mich erfreulicher, wenn politisch Engagierte ihren Weg bei der SPD gehen, aber was ich in der heutigen Zeit noch viel wichtiger finde, ist dass sich Bürger überhaupt politisch engagieren. Die niedrigen Wahlbeteiligungen vielerorts, die oft erwähnte Politikverdrossenheit und die Bereitschaft von einigen Wählern, sich radikalen Gruppierungen zuzuwenden, sprechen für sich. Wir wollen grundsätzlich Bürger motivieren, sich zu beteiligen und sich einzubringen. Wenn sie dies bei der SPD machen möchten, freut mich das natürlich.

Frage: Letzte Frage: Werden Sie selbst für den Gemeinderat im September kandidieren?

Toth: Ja, ich möchte bei der Kommunalwahl für den Gemeinderat kandidieren. Abzustimmen hat letztendlich über die Kandidatenliste bei uns die Mitgliederversammlung.

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Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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