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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Politik: Männerwirtschaft im Huder Rat

26.01.2011

HUDE Männerdomäne Huder Lokalpolitik: Diesen Eindruck erweckt der Blick auf die Verteilung der Sitze im Gemeinderat. Sieben Frauen stehen 26 Männern (inklusive Bürgermeister) gegenüber. Für Karin Eichler, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde, ein Zustand, der nicht zufriedenstellend ist. Zumal ihre Anzahl seit Eichlers Antritt vor acht Jahren zurückgegangen ist. Auch Marlies Pape (FDP) sagt: „Ich bedaure es sehr.“

Es stellt sich die Frage nach den Gründen. Karin Eichler glaubt, dass in einzelnen Parteien – nicht nur auf Kommunalebene – wenige Frauen obere Listenplätze erhalten und somit nicht gewählt werden. Andererseits habe sie festgestellt, dass sich viele nicht für Politik interessieren. Letzteres vermutet auch Anja Graalmann-Lulic, einzige Ratsfrau in der CDU-Fraktion. Ihrer Meinung zufolge hänge die Frauenquote aber auch mit der Gemeinde-Struktur zusammen. „Hude ist keine Großstadt, viele Familien sind eher traditionell organisiert.“ Sprich: Die Frau kümmert sich um die Familie. Marlies Pape glaubt, dass viele Frauen außerdem Bedenken haben, sich der Wahl zu stellen und sich fragen, ob sie genügend Akzeptanz bekommen.

Und dennoch: Viele sind auch ohne Mandat engagiert. Birte Wachtendorf (Grüne) sagt: „Frauen sind sehr aktiv.“ Als Mutter erlebe sie Frauen, die im Kindergarten oder in der Schule Engagement zeigen. „Haushalt, Kindergarten und Schule werden häufig von Frauen betreut“, sagt sie – auch wenn mittlerweile mehr Hausmänner auftauchen.

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Und tatsächlich haben Frauen in Hude auch politisch Einfluss. Schließlich bekleiden sie zentrale Ämter. Das sei auch wichtig, erklärt Birte Wachtendorf: „Frauen haben eine andere Art, an Probleme heranzugehen, bieten andere Sichtweisen.“ Gleiches gelte für Jugendliche, aber auch für Senioren. „Ideal wäre, wenn jede Gruppe vertreten wäre“, sagt sie, „dann würde der Rat einen Querschnitt der Gesellschaft darstellen.“

Um mehr Frauen für Kommunalpolitik zu begeistern, hatte die Landesregierung im vergangenen Jahr das Programm „Politik sucht Frauen“ ins Leben gerufen. Daran teilgenommen hat die Huderin Sabine Oetken. Sie ist seitdem in der FDP aktiv. Für Karin Eichler ist es wichtig, Frauen wie Sabine Oetken für die Politik zu gewinnen: „Themen wie die Verbindung von Familien- und Berufsleben sind sehr wichtig und werden häufig von Frauen bearbeitet“, sagt sie. Als Beispiel nennt sie das Thema Halbtagsstellen. „In vielen Betrieben ist es schwierig, halbtags zu arbeiten, für Männer teilweise sogar unmöglich.“

Es sei aber wichtig, Frauen nicht nur auf soziale Themen zu reduzieren: „Es gibt genügend Frauen, die viel Ahnung von technischen und wirtschaftlichen Berufen haben.“ Anke Horstmann-Werpup (LBfH) sagt: „Kommunalpolitik bietet Frauen die Chance, sich einzubinden. Familie, Beruf und Politik lassen sich in diesem Bereich gut miteinander vereinbaren.“ Ermutigen dürfte da die Einschätzung aller befragten Politikerinnen. Sie berichten davon, dass in der Ratsarbeit kein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht werde. Ulrike Janz-Janzen (SPD) ist seit 20 Jahren im Rat. Sie sagt: „Wir waren immer auf Augenhöhe.“ Die Ratsfrau kann davon berichten, dass es vor einigen Jahren noch einen fraktionsübergreifenden Frauen-Arbeitskreis gab. „Wir hatten viel Erfolg“, sagt Ulrike Janz-Janzen. Leider sei die Arbeit aber eingestellt worden. „Vielleicht schaffen wir es ja, den Arbeitskreis nach den Wahlen wieder ins Leben zu rufen“, sagt sie. – Und vielleicht gibt es dann mehr als sieben Frauen, die dabei sein können.

Den Vorsitz der eigenen Fraktion haben Birte Wachtendorf (Grüne) und Anke Horstmann-Werpup (LBfH) inne. Ulrike Janz-Janzen ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD.

Den Parteivorsitz des SPD-Ortsvereins bekleidet Anke Paradies, Anke Schröder ist Vorsitzende des FDP-Ortsverbands.

Ausschüsse werden auch von Frauen geführt: Anke Paradies leitet den Sozialausschuss, Marlies Pape den für Finanzen.

Marlies Pape ist stellvertretende Ratsvorsitzende.

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