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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

„Eigene Partei so stark wie möglich machen“

09.10.2017

Markhausen Es war das Wahljahr 2003, als Renate Geuter aus Markhausen erstmals in den Niedersächsischen Landtag einzog. Gerechnet habe sie damit damals nicht. „Das war wirklich überraschend“, sagt die 64-Jährige. Schließlich habe es bei der Wahl eine krachende Niederlage für die SPD gegeben. Die SPD verlor ihre absolute Mehrheit und musste nach dreizehn Jahren Regierungsverantwortung wieder in die Opposition. Doch für die zweifache Mutter hatte es gereicht. Bis heute sitzt Geuter durchgängig im Landtag in Hannover – die letzten vier Jahre wieder in Regierungsverantwortung.

Auch diesmal ist sie zuversichtlich, dass es mit dem Einzug ins Parlament klappt. Sie steht auf einem recht aussichtsreichen Listenplatz 12. Aber sie weiß auch: „Sicher sein darf man sich nie.“ Daher werde sie als SPD-Direktkandidatin im Wahlkreis 66 Cloppenburg-Nord auch weiterhin bis zum Schluss um jede Stimme kämpfen, „um die eigene Partei so stark wir möglich zu machen“. Wird es der SPD gelingen, die CDU am 15. Oktober bei der Landtagswahl hinter sich zu lassen? Geuter: „Es wird knapp werden, aber ich sehe eine große Chance.“

Sie selbst sehe ihr Landtagsmandat als Privileg und Verpflichtung zugleich. Auf ihre eigene Agenda hat sie sich Themen wie die Reduzierung von Werkverträgen und Leiharbeit, eine verbesserte Unterrichtsversorgung sowie den Breitbandausbau geschrieben. Ihre besonderen Stärken sieht sie in der Finanz- und Haushaltspolitik. In diesem Fachgebiet war sie in der vergangenen Legislaturperiode auch Sprecherin der SPD Landtagsfraktion.

Sehr wichtig sei der Markhauserin der Kontakt zur Basis – also zu den Bürgern in ihrem Wahlkreis. „So oft es geht, bin ich hier vor Ort“, sagt die gelernte Verwaltungsfachangestellte. Unter anderem ist sie Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion. Geuter: „Gespräche mit den Bürgern in meiner Heimat und die Mitwirkung im Stadtrat sind für meine Arbeit in Hannover von besonderer Bedeutung.“

Diese drei Ziele möchte ich für meinen Wahlkreis erreichen

1. Ich wünsche mir für den Arbeitsmarkt meines Wahlkreises mehr reguläre, fair bezahlte Arbeitsplätze und werde mich dafür einsetzen, dass die gesetzlichen Regelungen so verändert werden, dass der Ersatz von Stammbelegschaften durch den Einsatz von Werkvertragsarbeitnehmern und Leiharbeitnehmern sich für die Unternehmen nicht mehr auszahlt. Den Rückstand, den unsere Region bei den Arbeitseinkommen von Frauen und Männern hat, müssen wir aufholen – das ist auch eine wichtige Voraussetzung zur Vermeidung von Altersarmut.

2. Die Unterrichtsversorgung an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen ist deutlich zu verbessern. In den letzten Jahren sind die zuvor abgebauten Studienkapazitäten bei der Lehrerausbildung zwar nach und nach wieder erhöht worden. Dieser Ausbau der Studienplätze ist noch zu verstärken, damit sich künftig auch für die Schulen im ländlichen Raum genügend Bewerberinnen und Bewerber finden. Die Gehaltssysteme sind so
zu gestalten, dass sie einem Vergleich
zu benachbarten Bundesländern standhalten.

3. Ich werde mich dafür einsetzen, dass auch in diesem ländlich strukturierten Wahlkreis die wesentlichen Bereiche der Daseinsvorsorge (z.B. Ärzte, Krankenhaus) weiterhin zur Verfügung stehen und dass auch unsere Infrastruktur den zukünftigen Herausforderungen gewachsen bleibt. Dazu gehört vor allem der Breitbandausbau aber auch zur Erhaltung der Mobilität ein gut ausgebautes Verkehrsnetz.

Hier hat meine Partei Unrecht

Im Umgang mit dem Wolf hätte ich mir – ungeachtet der restriktiven rechtlichen Rahmenbedingungen – eine klarere Positionierung meiner Partei für eine zeitnahe Entnahme verhaltensauffälliger Wölfe gewünscht.

So werbe ich um Stimmen

Ich werbe mit Plakaten und auch bei Infoständen für unsere Überzeugungen und Ziele, wichtiger erscheint mir aber, dass ich als Abgeordnete auch in der Zeit außerhalb des Wahlkampfes für die Anliegen der Menschen erreichbar bin und die Möglichkeiten nutze, vor Ort, präsent zu sein.

Natürlich biete ich auch auf meiner Homepage und bei Facebook Möglichkeiten, sich über meine Arbeit und meine Ziele zu informieren.

Dafür sollte das Land kein Geld mehr ausgeben

Der Haushalt des Landes Niedersachsens ist von Personalausgaben geprägt und von Ausgaben, für die eine Rechtsverpflichtung besteht. Auch wenn ich der Meinung bin, dass grundsätzlich alle Ausgabepositionen immer wieder zu hinterfragen sind, möchte ich bei den sogenannten freiwilligen Leistungen, wie z.B. bei Beratungsstellen, nicht kürzen, gerade in diesem Bereich wird auch auf ehrenamtlicher Basis viel für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft getan.

Mein Traumjob in der Landesregierung

Seitdem ich Mitglied des Landtages bin, war ich für den Bereich Haushalt und Finanzen zuständig. Dies ist und bleibt für mich das interessanteste Fachgebiet und insoweit auch ein Traumjob.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
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