• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Marsch „gegen das Vergessen“

05.11.2010

WILDESHAUSEN Seit dem 14. Jahrhundert gab es nachweislich eine jüdische Gemeinde in Wildeshausen. Doch unter der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten fand das jüdische Leben in der Kreisstadt 1940 ein trauriges Ende. Anlässlich des 9. November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome 1938, planen der Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“ im Präventionsrat der Stadt und der Bürger- und Geschichtsverein einen Erinnerungsgang auf den Spuren jüdischen Lebens in Wildeshausen.

„Gegen das Vergessen“, lautet das Motto des Rundgangs am kommenden Montag, 8. November. Treffpunkt ist um 16 Uhr der Parkplatz des Hotels Huntetal, Im Hagen 3, in Wildeshausen. „Teilnehmen können alle interessierten Bürger“, erklärte Ingeborg Jacoby vom Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“. Sie stellte gemeinsam mit Imke Schmidt, die ebenfalls im Präventionsrat mitarbeitet, und Peter Heinken vom Bürger- und Geschichtsverein am Donnerstag die Tour vor. Das Projekt gehe auf eine Idee des verstorbenen ehemaligen Ratsherrn Ulrich Schmidt (SPD) zurück und sei dann im Arbeitskreis umgesetzt worden, so Jacoby.

Banner auf Marktplatz

Die erste der insgesamt 16 Stationen ist der Jüdische Friedhof an der Delmenhorster Straße. Dort wird Bodo Gideon Riethmüller, Friedhofsbeauftragter des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, über die Grabstätte sprechen. Weiter geht es über Huntetor und Zwischenbrücken in die Huntestraße. Dort, am Standort der ehemaligen Synagoge, wird Künstler und Theologe Hartmut Berlinicke über das jüdische Gotteshaus sprechen. Künstler Carsten Bruhns erläutert die von ihm geschaffene Stele, die ebenfalls in der Huntestraße 30 steht. Weiter geht es Richtung Sägekuhle, dann zur Westerstraße und durch die Sögestraße und die Kleine Straße zum Ehrenmal auf dem Burgberg. In dem Denkmal findet sich der Namenszug des einstigen jüdischen Mitbürgers „S. de Vries“.

Auch für die anderen Stationen (siehe Kasten rechts) haben sich Paten gefunden. So spricht Imke Schmidt in der Sögestraße 16 über die Familie Goldstein. Die Gleichstellungsbeauftragte Charlotte von Olearius nimmt sich in der Huntestraße 26 der Familie Heinemann an, die hier einst lebte. Letzte Station des etwa zweistündigen Erinnerungsgangs ist der Marktplatz. Dort sollen ein Banner zum Gedenken an die jüdischen Mitbürger ausgerollt und Kerzen aufgestellt werden.

Werner Meiners spricht

„Der Erinnerungsgang soll künftig in jedem Jahr stattfinden“, verweist Jacoby auf das Beispiel anderer Städte. Außerdem kann sie sich vorstellen, dass die Vorträge zu den entsprechenden Gedenkstätten in einem Faltblatt zusammengefasst werden. Bürger und Touristen hätten dann die Möglichkeit, die Route eigenständig abzulaufen.

Bereits jetzt weist der Arbeitskreis auf eine Veranstaltung am Donnerstag, 18. November, um 20 Uhr im Ratssaal hin: Historiker Werner Meiners spricht über die jüdische Familie Heinemann und ihr Haus Huntestraße 26.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2701
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.