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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Mit 70 endlich Bürgermeister

25.02.2017

Wildeshausen /Neustadt Bei der Bürgermeisterwahl am 28. März 1999 in Wildeshausen unterlag er deutlich Franz Duin (SPD). Doch nun hat der inzwischen 70-jährige Karl Tedsen doch noch die Amtskette des Bürgermeisters erhalten: in seiner neuen Wahlheimat im brandenburgischen Neustadt/Dosse. Das sei für ihn „eine große Ehre“, sagte der pensionierte Polizeibeamte im NWZ-Gespräch.

Tedsen war in den 1980er- und 90er-Jahren CDU-Fraktionschef in Wildeshausen. Nach dem Mauerfall baute er gemeinsam mit anderen, darunter Unternehmer Rolf Hüffermann, die Städtepartnerschaft zu Neustadt/Dosse auf. Tedsen zog 2002 ins Brandenburgische und führte mit seiner zweiten Ehefrau Gisela zunächst eine „Wochenend-Ehe“. „Ich musste ja noch die Polizeistation Ganderkesee leiten“, erzählt er. Seit der Pensionierung im März 2006 lebt er in Neustadt/Dosse.

Unter seine politische Arbeit in Wildeshausen hat er einen Schlussstrich gezogen – aber nicht unter die Politik. Seit 2003 ist er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und führt dort seit vielen Jahren die CDU-Fraktion. Weil Bürgermeisterin Sabine Ehrlich (SPD) einen Posten in der Verwaltung bekam, musste sie ihr Ehrenamt abgeben. „Das schließt sich gegenseitig aus“, erklärt Tedsen.

Er stand gern zur Verfügung, als die CDU ihm die Kandidatur zum Bürgermeisteramt antrug. Bei der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend setzte sich Tedsen mit zehn Stimmen klar gegen seinen Herausforderer Alexander Jachmann (Linke), auf den sechs Stimmen entfielen, durch. Weil die CDU nur sieben Mandate hat, müssen mindestens drei Stimmen von den Fraktionen der SPD oder Linken gekommen sein.

Glückwünsche kamen auch aus Wildeshausen. Der Christdemokrat pflegt noch gute Kontakte in die alte Heimat. Tedsen führt das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters bis zur Kommunalwahl 2019. Dann wird der Bürgermeister wieder direkt von den Neustädtern gewählt.

Die Probleme in Brandenburg seien nicht ganz mit dem denen im Landkreis Oldenburg vergleichbar, berichtet er. „Uns drückt eine große Schuldenlast“. Seit Jahren sei es nicht gelungen, im Haushalt die Ausgaben unter den Einnahmen zu halten. Neustadt habe die Misere aber nicht allein verschuldet. Das Stadtsäckel werde geleert durch steigende Zahlungsverpflichtungen an den Landkreis. Neustadt möchte gern das Freibad sanieren. Aber offen sei, wie man die Unterhaltungskosten meistern wolle.

Ob die Städtepartnerschaft zwischen Neustadt und Wildeshausen durch die Wahl neu belebt wird, lässt Tedsen offen. „Wildeshausen mit seinen gut 20 000 Einwohnern hat da einfach mehr Möglichkeiten als wir mit nur 3700.“ Einen Termin hat sich Bürgermeister Tedsen aber schon dick in den Terminkalender eingetragen: das Gildefest 2018. „Dann bin ich 30 Jahre Mitglied der Königskompanie und werde in jedem Fall mit ausmarschieren.“

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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