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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Schiedspersonen: Mit unendlich viel Zeit Konflikte lösen

12.11.2016

Großenkneten Streitereien zwischen Nachbarn entschärfen, Verdruss über Lärmbelästigungen auflösen oder Beleidigungen aus der Welt schaffen: Das sind die typischen Einsatzfelder für Schiedspersonen. In der Gemeinde Großenkneten ist diese ehrenamtliche Aufgabe viele Jahre in der Hand eines eingespielten Duos gewesen: Heinz Heinsen als Schiedsmann und Edgar Hanke als sein Stellvertreter. Aus Altersgründen haben die beiden 79-Jährigen auf die weitere Ausübung des Amts verzichtet. Sie wurden am Freitagmorgen offiziell im Rathaus verabschiedet. Als Nachfolger sind als Schiedsmann Rudolf Wübbeler (64) aus Ahlhorn und als Stellvertreterin Dagmar Siegel-Kultermann (50) aus Großenkneten auf ihr neues Ehrenamt verpflichtet worden.

verpflichtet vom Amtsgerichtsdirektor

Auf fünf Jahre sind die neuen Schiedspersonen Rudolf Wübbeler und Dagmar Siegel-Kultermann (Stellvertreterin) einstimmig vom Rat gewählt worden. Amtsgerichtsdirektor Dr. Lauhöfer verpflichtete sie auf ihr neues Amt und wies besonders auf Gewissenhaftigkeit, Unparteilichkeit und Verschwiegenheit hin. Seitens der Landesvereinigung Niedersachsen des Bunds Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen, stellte der stellvertretende Vorsitzende Kurt Kunert die vielfältigen Fortbildungs- und Informationsmöglichkeiten für Schiedspersonen vor. Er hob die vorbildliche Unterstützung der Arbeit durch die Gemeinde Großenkneten hervor.

„Eine sehr lange Ära geht zu Ende“, würdigte Bürgermeister Thorsten Schmidtke die scheidenden Schiedsmänner. Der Rat der Gemeinde Großenkneten hatte im März 1992 beschlossen, den Großenkneter Heinsen zum Schiedsmann und den Ahlhorner Hanke zum stellvertretenden Schiedsmann zu ernennen. Beide waren seinerzeit schon erfahrene Kommunalpolitiker. Für Heinsen war diese Arbeit damals nicht ganz neu. Er war bereits ab Mai 1990 stellvertretender Schiedsmann gewesen – als Nachfolger von Hans Hoppe. 1992 übernahm er das Schiedsmann-Amt von Friedel Rüther. Sein neuer Stellvertreter wurde Edgar Hanke. Beide besuchten immer wieder verschiedene Fortbildungen des Bunds Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen (BDS) und konnten sich somit schnell in die Rechtsmaterie einarbeiten. Auf fünf Jahre gewählt, wurden sie immer wieder im Amt vom Rat und Justiz bestätigt, zuletzt 2014.

„Auf gesunden Menschenverstand, Ruhe und Besonnenheit“ komme es an, sagte Schmidtke, um beiden Parteien im Konflikt gerecht werden zu können. Insgesamt 53 Fälle seien behandelt worden, so Schmidtke, wodurch viel Zeit und mögliche Prozesse der Justiz erspart worden sein. Dabei sei die Zahl der Konflikte, die unterhalb des dokumentierten Verfahrens, bei Tür- und Angelgesprächen, gelöst worden sei, noch viel größer. Das bestätigte der Direktor des Amtsgerichtes, Dr. Detlev Lauhöfer. „Der große Teil wird als Tür- und Angelgespräche erledigt, von denen wir gar nichts mitbekommen“, sagte er und dankte Heinsen und Hanke für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

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Es sei eine beachtliche Zahl an Dienstjahren, die beide geleistet hätten. „Da muss man auch im Land Niedersachsen lange suchen“, meinte Lauhöfer. An Heinsen übergab er eine Urkunde, an Hanke ein Dankesschreiben. Schmidtke hatte zum Abschied als Dankeschön große Präsentkörbe für beide parat.

Heinsen verriet in seiner kurzen Dankesrede einen Trick, wie er die Schlichtungsgespräche oft einleitete. „Ich habe unendlich viel Zeit“, machte er deutlich, dass es eine Lösung geben sollte.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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