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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Natur und Heimat lagen ihm am Herzen

17.08.2012

Sage Die Szene aus dem Jahr 1989 sagt vieles. Zum 60. Geburtstag von Eilert Tantzen kam selbst der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher ins kleine Sage, um seinem Parteifreund zu gratulieren. Genscher würdigte seinerzeit den Parteifreund als „umweltpolitisches Gewissen der FDP“. Liberale Politik und große Naturverbundenheit, verbunden mit einem ausgesprochenen Kämpferherz und großer Liebe zum Oldenburger Land: Das waren die Markenzeichen von Eilert Tanzen. Am Donnerstag ist er im Alter von 82 Jahren gestorben. Mit der Urnenbeisetzung schließt sich der Kreis für den einstigen Forstoberamtsrat: Er wird im Friedwald bestattet.

1929 wurden er in Mecklenburg im Kreis Hagenow geboren als Spross eines alten friesischen Häuptlings- und Bauerngeschlechts. Diese Familiengeschichte faszinierte ihn. 1997 veröffentlichte er die umfangreiche Darstellung „700 Jahre Chronik der Familie Tantzen“.

Aufgewachsen in der Wesermarsch, trat er 1947 in den gehobenen Forstdienst ein und hatte damit seine Bestimmung gefunden. 1966 übernahm er für 21 Jahre die Leitung des Reviers Hattens.

Sein Einstieg in die Politik erfolgte spät, aber dafür umso nachhaltiger. An seinem 43. Geburtstag 1972 wurde er als FDP-Ortsverbandsvorsitzender in den Hatter Rat und in den Kreistag des Landkreises Oldenburg gewählt, dem er von 1972 bis 1996 angehörte. Von 1976 bis 1982 übte er das Amt des Hatter Bürgermeisters aus.

In der Bezirks-FDP übernahm Tantzen von 1976 bis 1996 den Vorsitz und entwickelte sich zu einem der führenden politischen Köpfe des Oldenburger Landes. Auch in der Landes- und Bundes-FDP hatte sein Wort Gewicht. Doch auf eine politische Karriere verzichtete er, sondern setzte sich lieber voll und ganz für die Interessen des Oldenburger Landes ein. Dabei eines seiner Hauptanliegen: die Umweltpolitik. So rief Tantzen den Kreis-Umweltausschuss ins Leben und war die treibende Kraft bei der Gründung der Naturschutzstiftung des Landkreises, deren Kuratoriumsvorsitzender er 15 Jahre lang war.

Als einer seiner großen politischen Erfolge gilt die Organisation der politischen Mehrheit im Kreistag für die Verlegung des Kreissitzes nach Wildeshausen.

Für seinen unermüdlichen und uneigennützigen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit wurde Tantzen vielfach geehrt, so mit dem Bundesverdienstkreuz.


     www.nwztrauer.de 
Ulrich Suttka
Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2702

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