• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Anbau Geplant: Neerstedter Rathaus im neuen Gewand

17.11.2018

Neerstedt Aller guten Dinge sind drei, sagt der Volksmund. Im übertragenen Sinne gilt dieser Satz auch für das schon länger diskutierte An- und Umbauvorhaben des Rathauses in Neerstedt. Während der Sitzung des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses am Donnerstagabend stellte Architekt Wolfgang Behrends seinen bereits dritten Entwurf vor. Der fand durch die Ausschussreihen Anklang und wurde als moderne und gut strukturierte Variante dargestellt.

Dass bei der Abstimmung des Beschlussvorschlages die SPD-Fraktion ihre Zusage auf Umsetzung und damit Einstellung von weiteren Haushaltsmitteln über den ersten Nachtrag zum Haushaltsplan 2018 noch in diesem Jahr versagte, erklärte Rudi Zingler mit den Bedenken der Dötlinger Sozialdemokraten, sich nicht in eine finanzielle Engpasssituation bringen zu wollen.

1,36 Millionen Kosten

Zwar würden derzeit rund zehn Millionen Euro auf der hohen Kante liegen, aber die Erweiterung des Baugebietes Brettorf „Stedinger Weg-Süd I“ An der alten Post, das Mehrgenerationenhaus in Neerstedt, Weiterentwicklung des Precht-Grundstücks in Dötlingen und das geplante Gewerbegebiet Hockensberg könnten schnell die Millionen vom Konto ziehen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Wie Behrends schätzte, würde die Umsetzung des An- und Umbaus beim Rathaus in der vorgestellten Variante rund 1,36 Millionen Euro verschlingen. 1,08 Millionen Euro für das Bauwerk, 70 000 Euro für die Außenanlagen und 216 000 Euro für die Baunebenkosten. Dennoch seien es, verglichen mit Variante zwei, 42 000 Euro weniger, wie Behrends betonte.

Bislang gibt es im Haushalt einen Ansatz von 456 000 Euro. Der Rest müsste über den Nachtrag eingestellt werden. Begründung von Kathrin Albertus-Hirschfeld: Ohne Finanzierung gibt es auch keine Stellung eines Bauantrages und Einleitung weiterer Schritte. Bauamtsleiter Uwe Kläner meinte: „Ein Bauantrag sollte aber schon im Frühjahr gestellt werden.“

Zwei Stellen unbesetzt

Den zeitlichen Druck begründete Bürgermeister Ralf Spille mit Enge im Ist-Zustand des Rathauses. Teilweise sitzen in einem Einzelbüro zwei Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter. Andere würden mit dem Laptop in andere Räume ausweichen. „Wir können wegen der Raumnot zwei Arbeitsstellen zurzeit gar nicht besetzen, obwohl sie dringend benötigt werden.“

2005 hätten im Rathaus 18 Mitarbeiter und drei Auszubildende gearbeitet. „2018 haben wir 27 Angestellte und vier Auszubildende, die im kommenden Jahr sogar auf sechs anwachsen sollen, wir haben wirklich Druck“, so Spille.

Die letzte große räumliche Erweiterung des Rathauses gab es 1985. Vor zehn Jahren stand eine energetische und technische Sanierung an. Wenn die dritte Variante finanziert und umgesetzt wird, würde nach Vorstellungen des Architekten der bestehende alte Anbau zum hinteren Hof abgerissen. Der Anbau verbindet den neu entstehenden Gebäudetrakt. Das alte Feuerwehrhaus muss nicht abgerissen werden.

Größerer Sitzungssaal

Die bisherige Treppe im Obergeschoss würde weichen, eine neue im Anbau entstehen. Im Erdgeschoss des Neubaus wird der Sitzungssaal mit 80 Quadratmetern, 62 hat der bisherige, für mehr Platz sorgen. Nutzbar sei auch ein angrenzender Raum, der durch eine mobile Wand abtrennbar ist. Untergebracht sind im Erdgeschoss ferner eine kleine Teeküche und zwei Räume als Lager und Kopierraum. Im Obergeschoss entstehen sechs Büros, zwei kleine und vier größere. Im Anbau ist auch ein Raum für Sitzungen und Büros nutzbar. Sanitäre Anlagen finden ebenfalls Platz.

Erreicht werden kann der Neubau direkt von den Parkflächen aus. Möglich ist auch eine komplette Abtrennung des Rathauses bei Veranstaltungen. „Ein gutes Konzept und dann auch ein schöner Arbeitsplatz“, betonte Helge Vosteen (FDP). CDU und Grüne sahen es ähnlich, wenn auch der späte Zeitpunkt des Nachtragshaushalts bei Grünenratsfrau Gabriele Roggenthien für Verwirrung sorgte.

Im weiteren Beratungsgang beschäftigt sich der Verwaltungsausschuss am 29. November mit dem Beschlussvorschlag. Der Rat tagt am Donnerstag, 6. Dezember.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.