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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Finanzieller Blick ist nach vorn gerichtet

16.02.2019

Neerstedt Hätte die Nachricht die Ratsmitglieder 24 Stunden früher erreicht, wäre die Diskussion im Jugend-, Sport- und Sozialausschuss im Neerstedter Rathaus am Donnerstagabend wohl anders verlaufen: Der An- und Umbau eines „Haus der Generationen“ am evangelischen Gemeindezentrum in Neerstedt wird durch die Maßnahme ZILE (Zuwendung zur Integrierten Ländlichen Entwicklung) im Bereich Basisdienstleistungen gefördert. CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley hat die gute Nachricht am Freitag übermittelt. Die zuwendungsfähigen Ausgaben werden mit 53 Prozent bezuschusst. Diese Zahl hatte jedoch am Abend zuvor im Ausschuss eine Diskussion ausgelöst.

„Der An-/Umbau zum ,Haus der Generationen’ erfolgt lediglich bei einer 53-prozentigen Förderung der förderfähigen Gesamtkosten (...)“ steht in der Sitzungsvorlage gedruckt. Da verwunderte es wenig, dass sich unter anderem Jugenddiakon Jochen Wecker mit diesem Beschlussvorschlag nicht anfreunden mochte. Das beratende Mitglied ist seit zehn Jahren ein Verfechter des Hauses der Generationen, das zu Beginn noch „Mehrgenerationenhaus“ genannt wurde. „Ich empfinde es als kleinen Affront, wie der Vorschlag formuliert ist“, kritisierte er. Entweder 53-prozentige Förderung oder kein Haus der Generationen? „Dafür steckt da zu viel Herzblut drin.“

Thore Güldner (SPD) schlug in dieselbe Kerbe und wehrte sich dagegen, dass man den Beschluss, das Haus zu errichten, von einer einzigen Förderung und einer bestimmten Fördersumme abhängig machen wolle: Auch deshalb sprach er sich gegen den Beschlussvorschlag aus.

Dagegen hielt Gernot Kuhlmann: „Wir müssen eine hohe Förderung bekommen, um es realisieren zu können“, argumentierte der CDU-Mann. Wenn bauen, dann nur mit hohem Zuschuss. Das sah auch Wieland Garms (FDP) so.

Grünen-Frau Gabriele Roggenthien setzte auf eine Kompromisslösung: „Wenn wir die volle Förderung nicht bekommen, diskutieren wir weiter.“ Mit diesem Ansatz konnte auch Bürgermeister Ralf Spille mitgehen. Dem Vorschlag wurde zugestimmt: Die im Finanzhaushalt 2019 eingetragenen 800 000 Euro für das Haus der Generationen werden mit einem Sperrvermerk versehen. Nach Eintreffen des Förderbescheids wird das Thema weiter diskutiert. Dies dürfte jetzt früher passieren als geplant. Der Förderbescheid war im März oder April erwartet worden.

Immerhin: Zum Antragsstichtag lagen circa 83 Anträge vor, von denen acht angenommen werden – gerade auch deshalb freue sich Bley über die Zusage.

Das Haus der Generationen kann im Rahmen der ZILE-Maßnahme mit mehr als 400 000 Euro gefördert werden.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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