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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Mangelnde Praxis-Erfahrung im Grünen kritisiert

29.07.2017

Neerstedt Unkraut wird abgekocht, ausschließlich Fachhandel beliefert und Jungpflanzen kommen aus den Niederlanden – so einige der zahlreichen Informationen über die Firma Schachtschneider Stauden und Marketing waren für Christian Dürr neu. Am Freitagmorgen hat der Bundestagskandidat und FDP-Landtagsabgeordnete mit den Mitgliedern des FDP-Ortsverbands das Unternehmen an der Kirchhatter Straße in Neerstedt besucht. „Hier werden nicht nur die Themen im Mittelstand vor Ort angesprochen, sondern auch des Gartenbauverbandes Niedersachsen Bremen“, begründete der erste Vorsitzende Claus Plate im Vorfeld den Besuch.

Jens Schachtschneider führte sowohl die Politiker als auch Henning Sannemann, Präsident des Wirtschaftsverbands Gartenbau, über das Gelände. Er informierte die Besucher über die Geschichte und Arbeitsabläufe in dem Unternehmen, das in der nächsten Woche seit 30 Jahren besteht.

Zwei bis drei Millionen Pflanzen verkauft der Unternehmer im Jahr, mehr als 1800 Staudensorten kultivieren die Gärtner. Beliefert werden unter anderem Baumschulen, Gartencenter und Einzelhandelsgärtnereien. Bei der Unkrautbekämpfung setzt Schachtschneider auf die Heißwasser-Methode: Durch das heiße Wasser werden Eiweißmoleküle in der Pflanze zerstört und diese stirbt ab. Ob diese umweltfreundliche Methode effektiver sei, wollte Dürr wissen. „Nein“, antwortete Schachtschneider, „aber deutlich teurer.“ Er hoffe, dass sie mit der Zeit billiger werde.

Anschließend nutzte der Unternehmer die Gelegenheit, mit Dürr und den weiteren FDP-Mitgliedern näher ins Gespräch zu kommen. Er äußerte gegenüber der Politik Lob und Bedenken. Lob gab es für das „gute, konstruktive Zusammenwirken mit der Gemeinde und dem Landkreis“ sowie für die „guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland“.

Politische Aufgaben sieht Schachtschneider unter anderem in der Bildung. „Wir haben eine viel zu geringe Wertschätzung für fachliche Kompetenz.“ „Theoretisches Studiums-Wissen“ werde derzeit über praktische Fachkompetenz gestellt. Die Absolventen hätten „von allem was gehört aber nie etwas getan“. Auch dass das Anforderungsprofil an mittlere und kleinere Betriebe weiter wächst, kritisierte er.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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