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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Katenkamp-Schule: Neue Freundschaft am Herd besiegelt

28.10.2016

Ganderkesee Als der syrische Flüchtling Basel Taifour im September die Jungengruppe der Katenkamp-Schule in Ganderkesee besuchte, hatte der 16-jährige Kai einen großen Wunsch: Ob Basel einmal mit ihnen was Syrisches kochen könne, fragte er damals. Am Donnerstag ging Kais Wunsch in Erfüllung: „Basel kocht heute Makloba für uns!“, verkündete er freudig.

In der Jungengruppe kommen einmal pro Woche mehrere Jungen aus verschiedenen Klassen zusammen, um mit ihren Betreuern Nils Lion und Peter Emmrich aktuelle Themen zu besprechen. Zuletzt ging es dabei ein halbes Jahr lang um Flüchtlinge und Integration. Schon Basels erster Besuch, bei dem er von der Flucht berichtete, war ein voller Erfolg – auch, weil dabei Vorurteile abgebaut wurden. Damit ging es am Donnerstag beim Kochen weiter.

In der Küche der Schule wurde es zwischenzeitlich ein wenig eng: Eifrig halfen alle beim Mandeln hacken oder Auberginen schneiden. Gekocht wurde Makloba, ein typisches syrisches Gericht bestehend aus Fleisch, Reis und Gemüse. Ganz wichtig dabei: die Würzmischung aus Pfeffer, Zimt und Ingwer. Gespannt verfolgten die Schüler jeden Handgriff von Basel, der das Kochen für eine große Gruppe sichtlich genoss. „Makloba ist mein Lieblingsessen“, ließ der Syrer durchblicken. „Wir haben richtig Spaß! Die Jungen haben auch alles richtig gemacht“, lobte er. Unterstützt wurde Basel von Bashir Senkari, ebenfalls syrischer Flüchtling. Er ist taubstumm und durfte sich deshalb auch die Programme zur Sprachförderung der Schule ansehen.

Schulleiterin Anne Fischer war von so viel Engagement begeistert, auch von ihren Schülern: „Das ist so toll, wie die das alles mitmachen. Man merkt richtig, wie sehr sie das Thema interessiert“, so Fischer. Zwar würden die Jungen auch sonst mit ihren Klassen kochen, aber dabei nicht so einen Ehrgeiz an den Tag legen. „Basel zieht sie wirklich in ihren Bann.“

Kai flitzte indes zwischen Küche und Gruppenraum hin und her, holte Untersetzer, Zitronensaft und alles, was noch benötigt wurde. „Ich bin super glücklich!“, rief er, ehe er anfing, Salat zu schnibbeln. Denn als Überraschung für Basel hatte sich Peter Emmrich was einfallen lassen: „In Syrien isst man normalerweise nicht nur ein Gericht. Deshalb haben wir noch ganz viel anderes besorgt“, erzählte er.

Und so standen auf der langen Tafel beim Essen nicht nur diverse Schüsseln Makloba, sondern auch tellerweise gefüllte Weinblätter, Hummus, Fladenbrot, Baklava und Tabbouleh – ein Bulgursalat mit Petersilie und Minze. Angesichts des vollen Tisches durften sich dann auch alle Schüler und Lehrer der Schule bedienen.

Zufrieden und satt waren so am Ende alle, und Kai kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus: „Das war super lecker, genau so hab ich mir das vorgestellt!“, sagte er. Und die Chancen auf eine Wiederholung stehen gut: „Von uns aus machen wir das super gerne“, betonte Anne Fischer.


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