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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Neun Fragen zur Bürgermeisterwahl

17.06.2014

Wildeshausen Mit 54,5 Prozent der Stimmen gelang Kuraschinski ein deutlicher Sieg über Sabine de Buhr-Deichsel. Überall in der Stadt wird über das Ergebnis der Stichwahl diskutiert.

Wann tritt der neue Bürgermeister sein Amt an?

Die siebenjährige Amtszeit von Jens Kuraschinski beginnt erst am 1. November. Die Bürgermeisterwahl fand relativ früh statt, weil man den ersten Wahlgang zusammen mit der Europa- und Landratswahl abhalten wollte. Bis zu Kuraschinskis Amtsantritt bleibt Dr. Kian Shahidi Bürgermeister.

Wird sich etwas im Stadthaus ändern?

Darüber kann bisher nur spekuliert werden. Fakt ist: Kuraschinski kennt als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters die Wildeshauser Verwaltung ganz genau. Er ist übrigens der erste hauptamtliche Bürgermeister in Wildeshausen mit einer Verwaltungsausbildung. Eine Einarbeitungszeit fällt damit weg. Bisher hat Kuraschinski nur angekündigt, die Tacheles-Seite nicht fortzuführen. Von Seiten der Politik wird dies als vertrauensbildende Maßnahme gewertet.

Wird es wieder einen Ersten Stadtrat geben?

Bereits vor der Wahl hatte sich Kuraschinski aus Kostengründen dagegen ausgesprochen. Die Stelle wolle er einsparen. Es wird aber einen neuen allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters geben.

Wie ist das Verhältnis von Kuraschinski zu den Fraktionen?

Die UWG hat ihn nominiert. Sie steht somit hinter ihm. CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke hatten Sabine de Buhr-Deichsel favorisiert. Nach dem Sieg von Kuranschinski wurde noch am Wahlabend verkündet, dass es keine Blockadepolitik geben soll. Man wolle gemeinsam das Gespräch suchen.

Ist Kuraschinski auf den Rat angewiesen?

Der neue Bürgermeister hat nur eine Stimme von 33 im Rat. Er muss also Überzeugungsarbeit für seine Ideen und Projekte leisten. Eine Ratsmehrheit hat er nicht automatisch hinter sich. Die Zeichen stehen also auf Zusammenarbeit. Auch wenn die fünf Parteien ihre Kandidatin nicht durchbekommen haben, hat man Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Die Wahlbeteiligung lag nur knapp über 41 Prozent. Warum?

Das ist schwer zu beantworten. Auch bei den anderen Stichwahlen im Landkreis lag die Wahlbeteiligung unter 50 Prozent. In Wildeshausen war sie aber am geringsten. Im Vergleich zum ersten Wahlgang sackte sie um rund elf Prozent ab. Manch einer fand den Termin nach dem Gildefest unglücklich. Aber ob an einem anderen Wahltag die Beteiligung deutlich höher gewesen wäre, ist unklar. Trotz der Wichtigkeit der Wahl gelang eine Mobilisierung der Menschen nicht. Zum Vergleich:   Bei der Bürgerbefragung zur Ansiedlung der Hähnchenschlachterei in Ahlhorn gab es eine Wahlbeteiligung von 63,25 Prozent.

Was macht jetzt Sabine de Buhr-Deichsel?

Sie hat nach ihrer Niederlage angekündigt, weiter als Erste Gemeinderätin in Bohmte zu arbeiten.

Im ersten Wahlgang hatte de Buhr-Deichsel noch geführt. Warum lag am Ende Kuraschinski vorn?

Am 25. Mai hatte de Buhr-Deichsel noch gut fünf Prozent Vorsprung vor Kuraschinski gehabt. Ihre Stimmenzahl von damals war nun auch fast exakt die Stimmenzahl von der Stichwahl. Sie hat also nicht dazu gewonnen. Kuraschinski hingegen hat aus dem Lager der beiden ausgeschiedenen Kandidaten offensichtlich sehr viele Stimmen erhalten. Jens-Peter Hennken hatte seine Anhänger aufgefordert, in der Stichwahl für Kuraschinski zu stimmen. Andreas Tangemann hatte keine Wahlempfehlung ausgesprochen. Welche Auswirkungen die niedrige Wahlbeteiligung hatte, kann nur spekuliert werden. Fakt ist: Mit fast 600 Stimmen Unterschied gab es am Ende einen deutlichen Sieg für Kuraschinski.

Hat das Thema Gilde eine Rolle gespielt?

Im Wahlkampf war das nur ganz am Rande ein Thema. Die Statuten sind klar und wurden von de Buhr-Deichsel auch anerkannt. Sie hätte das Generalsamt nicht beansprucht, sondern der erste männliche Stellvertreter wäre als Vertreter der Stadt General geworden. Mit der Wahl von Kuraschinski zum Bürgermeister ist nun auch die Generalsfrage zu seinen Gunsten geklärt.

Jasper Rittner
Redaktionsleitung
Redaktion Westerstede/Oldenburg
Tel:
04488 9988 2601

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