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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Nicht nur Computer       im Sinn

12.01.2013

Bookholzberg Zum PC hatte Heiko Zimmermann schon als Student „eine große Affinität, mit dem Commodore 64 ging das los“, erinnert er sich. Und als Dozent in der Erwachsenenbildung ist die EDV bis heute sein Fachgebiet, außerdem begleitet er ehrenamtlich Senioren im Netz. Da musste der Bookholzberger als Politiker ja zwangsläufig bei den ebenso computeraffinen Piraten landen, möchte man meinen – und erntet prompt Widerspruch: „Man sollte sich mal von dem Gedanken lösen, dass die Piraten nur über Technik kommunizieren“, sagt der 47-Jährige. Sie seien nicht nur eine Internet-Partei.

Er finde für sich auch viele Übereinstimmungen in den Programmen von SPD oder Grünen, gibt Heiko Zimmermann zu. Bei den Piraten jedoch hatte der Bookholzberger am ehesten das Gefühl, er könne etwas bewegen. Das ist noch gar nicht so lange her: Erst im April 2012 schloss sich Zimmermann der jungen Partei an. „Ich kannte dort vorher niemanden, ich bin einfach mal zum Stammtisch gegangen.“ Zwei Monate später war er Landtagskandidat.

Politisch engagiert hat sich der verheiratete Vater zweier Kinder aber schon vorher: Er gehörte zu der Elterninitiative, die sich vor gut vier Jahren für eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Bookholzberg stark machte – dass dieser Wunsch trotz anfänglicher Zusagen scheiterte, habe ihn „zuerst enttäuscht“ – und letztlich bewogen, in eine Partei einzutreten. „Ich wollte Veränderungen, dafür boten sich die Piraten an!“

Die IGS hält Zimmermann für eine sinnvolle Schulform, wobei er daneben auch das dreigliedrige Schulsystem beibehalten möchte. Die Bildungspolitik ist sein Schwerpunktthema, Lernmittelfreiheit und Wegfall der Studiengebühren sind weitere Positionen im Landtagswahlkampf. Dass er daneben „schnelle Netze auch auf dem Land fordert“, ist für einen Piraten selbstverständlich.

Die Transparenz und Geschwindigkeit der politischen Kommunikation, wie sie bei den Piraten über Internet und soziale Netzwerke möglich wurde, hält Heiko Zimmermann für vorbildlich. „Wir haben damit angefangen, und die anderen Parteien machen es jetzt nach.“ Der Bookholzberger findet das gut so: Er sei auch deshalb in die Politik gegangen, betont er, „um andere anzustoßen und zum Nachdenken zu bringen.“

Im Landtag indes wird ihm das nicht gelingen: Zimmermann gehört nicht zu den 30 Piraten, die auf der Landesliste positioniert sind. Und bei aktuellen Prognosen von drei Prozent Stimmenanteil ist es ohnehin wenig wahrscheinlich, dass die Partei ins Parlament kommt. Heiko Zimmermann sieht dafür aber noch „ein Fünkchen Hoffnung.“


Spezial unter   www.nwzonline.de/landtagswahl-2013 
Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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