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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Nur KA traut Heidemark-Braten nicht

08.03.2016

Ahlhorn Mit einer ganz großen Mehrheit aus CDU, SPD, FDP und Unabhängigen hat der Großenkneter Gemeinderat am Montag die Bauleitplanung für die Erweiterungsfläche der Firma Heidemark (Putenschlachterei/-vermarkter) beschlossen. Nur die drei Ratsmitglieder der Kommunalen Alternative (KA) stimmten dagegen, wofür sie scharfe Kritik von CDU und FDP ernteten. Damit kann das Unternehmen ein rund 7,3 Hektar großes Areal neben seinem Werk an der Lether Gewerbestraße künftig für die Erweiterung nutzen.

Konkrete Pläne gebe es dafür bisher nicht, wie Bürgermeter Thorsten Schmidtke betonte.  Möglich wären Verarbeitung, Lagerlogistik, Kühlräume, Büroflächen und Sozialbereiche. Ausdrücklich ausgeschlossen sind vertraglich der Bau eines Schlachtbetriebes sowie eine Erhöhung der Schlachtzahlen auf der neuen Fläche, die einstmals für eine Hähnchenschlachterei vorgesehen war. Die Heidemark-Geschäftsführung habe bekräftigt, dass es zu keiner Zeit beabsichtigt war und ist, diese Zahlen zu erhöhen, berichtete Schmidtke. Er betonte die „enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit dem Unternehmen.

Die Kommunale Alternative (KA) traut diesen Aussagen zu den Schlachtzahlen nicht. Ratsherr Uwe Behrens begründete die Ablehnung der Fraktion mit der Befürchtung, dass es nicht nur um Optimierung und Zusammenlegung gehe, sondern letztlich doch eine Produktionssteigerung und Erhöhung der Schlachtzahlen durch die Hintertür auf dem bereits bestehenden Areal erfolgen könne (die NWZ  berichtete bereits).

Die Kritik der KA kommentierte Andrea Naber (CDU): „Herzlich willkommen im Wahlkampf.“ Sie warnte die KA davor, „den Wahlkampf auf Kosten der Unternehmen und der Gemeinde zu machen“. FDP-Fraktionschefin Imke Haake sagte in Richtung Behrens: „Ich habe es satt: Immer dieser Schwarzmalerei.“ Für die FDP sei entscheidend, nicht immer Sachen zu verhindern, sondern sie zu entwickeln. KA-Fraktionschef Axel Janßen wies die Kritik zurück. Viele Fragen seien offen geblieben, meinte er. Möglich sei ein „gewaltiges Gebäude“ und sogar ein drittes Klärbecken.

Carsten Grallert (Unabhängige) sah die Darstellung von Uwe Behrens als „sehr sachlich“ an, auch wenn er sie inhaltlich nicht teilte. Er legte den Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung des Bestandsunternehmens und stimmte daher zu.

Samuel Stoll (CDU) sah bei der KA nur „Vermutungen, keine Fakten“. Er ergänzte: „So wird es noch schwieriger, Investoren zu finden.“ Janßen erwiderte: „Das sind keine Vermutungen, das sind Fakten.“ Er verwies auf die erlaubte Bauhöhe von 25 Metern. Die Abstimmung beendete die scharfe Kontroverse.

Ulrich Suttka
Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2702

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Heidemark | CDU | FDP | SPD | Kommunale Alternative

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