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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Bauen: Ohne Barriere – aber mit Komfort

22.05.2010

GANDERKESEE Der Anstoß kam durch eigene Betroffenheit. Als Franz Reisch vor ein paar Jahren vorübergehend auf Gehhilfen angewiesen war, da wurden vermeintliche Kleinigkeiten zur Herausforderung. Da waren Stufen plötzlich ein Hindernis, da war die Dusche einfach zu klein. Eine Folge: Der Tischlermeister und seine Frau Ursula begannen, sich mit dem Thema „barrierefreies Wohnen“ auseinanderzusetzen. Und das, so ist Ursula Reisch sicher, „wird ein großes Thema in der Zukunft sein“.

Warum sich dieser Trend abzeichnet, liegt für die Eheleute auf der Hand. Da sei natürlich der demografische Wandel ein Auslöser. Es gebe künftig einfach mehr ältere Menschen – und vor allem mehr „junge ältere Menschen“, die selbstbestimmt und „mit einem gewissen Komfort“ wohnen wollen. Um mehr über das „Wie“ zu erfahren, nahmen die Eheleute unter anderem an Schulungen der Handwerkskammer sowie der Kooperation „Komfort erleben“ teil, wo sie daraufhin als Mitglied aufgenommen wurden.

Schließlich begannen sie, auf ihrem Grundstück an der Ecke Brüninger Weg/Grüppenbührener Straße das Wissen in die Tat umzusetzen: Sie errichteten ein Fünf-Parteien-Mietshaus – „völlig barrierefrei“. Die obere Wohnung, so die Idee, wird später Musterwohnung der Tischlerei – „denn wir wollen den Kunden etwas zeigen, die wollen etwas sehen, anfassen, drauf sitzen“.

An Sehbehinderte gedacht

Und wo unterscheiden sich die Wohnungen von anderen? Da seien „natürlich“ erst einmal der Fahrstuhl und die breiteren Türen (überall 98,5 cm), draußen die breiteren Parkplätze (2,80 m). Klar setzen sich die dunklen Zargen von den weißen Türen ab – schließlich sei auch an Sehbehinderte gedacht.

Die Eingangstür öffnet sich wie von Geisterhand – der Chip in der Tasche macht’s möglich. Das sei allemal praktisch, findet Ursula Reisch. Denn wer kenne das nicht: „Da stehe man mit dickem Einkaufskorb in der Hand vor der Tür und quält sich mit der Suche nach dem Schlüssel.“ Diese Suche entfalle hier.

Im Sitzen rausgucken

Schwellen gebe es in dem Haus nicht – auch nicht in den Badezimmern, wo durch die bodengleiche Dusche mehr Platz vor dem Waschbecken entsteht. 1,50 Meter seien für Rollstuhlfahrer zweckmäßig, weiß Franz Reisch. Apropos Waschbecken: Das hat eine ergonomische Form, ist flacher als gewöhnlich – dadurch leichter auch für Rollstuhlfahrer nutzbar, die sich an Griffen heranziehen können.

Und dass die Fensterbrüstungen allesamt tief heruntergezogen sind, ist auch kein Zufall: „Man soll auch im Sitzen herausgucken können.“

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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