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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Bundestagswahl: Kanzlerin Merkel im Visier der Kritik

06.09.2017

Sage /Landkreis Großenkneten kenne er seit Jahrzehnten, sagt Leif-Erik Holm. Der Spitzenkandidat der AfD in Mecklenburg-Vorpommern hatte als Jugendlicher ein signiertes Plakat der Band „Trio“, bekannt durch den Hit „Da Da Da“ der „Neuen Deutschen Welle“, an der Wand. Für den 47-jährigen, ehemaligen Radiomoderator war es lediglich die Einleitung zu einer Wahlkampfrede.

Vor etwa 130 Gästen im „Haaster Krug“ in Sage-Haast sprach Holm am Montagabend von „zwölf schlechten Jahren“ unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Die von ihr veranlasste „Grenzöffnung“ für die Flüchtlinge vor zwei Jahren sei nie im Bundestag diskutiert worden.

Die CDU-Politikerin trage zudem eine Mitverantwortung für den Brexit. „Sie regiert das Land mit ruhiger Hand gegen die Wand“, rief Holm unter dem Applaus der (überwiegend männlichen) Zuhörer. Auch andere Themen streifte der AfD-Spitzenmann, der Merkel das Direktmandat im Wahlkreis 15 (Vorpommern-Rügen) abnehmen will: Griechenland müsse raus aus der Euro-Zone. Die Energiewende sei vermurkst. Kinder dürften nicht länger ein Armutsrisiko sein. Holm meinte, die AfD werde mit einem zweistelligen Ergebnis in den Bundestag einziehen. Es werde endlich eine Opposition gegen die „sozialistischen Einheitsparteien, die sich nur marginal unterscheiden“ würden, benötigt.

Auf der anderen Seite der Garreler Straße protestierten Vertreter einer „Antifaschistischen Aktion Wildeshausen“ und Anhänger linker Gruppen mit Spruchbändern gegen die AfD-Veranstaltung. Die Polizei war mit starken Kräften vor Ort. „Alles verlief friedlich“, bestätigte Polizei-Einsatzleiter Markus Voth.

Im Saal stellten sich außerdem die AfD-Bundestagskandidaten Herbert Sobierei (Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch), Holger Teuteberg (Cloppenburg/Vechta) und Andreas Paul (Oldenburg-Stadt/Ammerland) vor. Sobierei und Teuteberg wiesen auf die zunehmende Altersarmut hin. Teuteberg, selbst Vater von fünf Kindern, mahnte mehr Kinderfreundlichkeit in der Gesellschaft an. Und Andreas Paul (38), Berufsoffizier der Bundeswehr, kritisierte die hohe Steuerbelastung, die explodierenden Wohnungsmieten und die Fehlentwicklungen im Bildungswesen. Die EU bezeichnete Paul als „Friedensprojekt“. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jens Ahrends vom AfD-Vorstand Stadt Oldenburg/Ammerland. Am Rande sammelte die AfD Unterschriften, um bei der Wahl zum Landtag am 15. Oktober antreten zu dürfen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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