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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Ein Loblied auf das „Kuddelmuddel“

21.02.2019

Sandkrug Das seit zehn Jahren ehrenamtlich arbeitende Hatter Büfett hat 109 Mitglieder, davon 29 Aktive, und versorgt jede Woche im Schnitt etwa 50 Haushalte günstig mit Lebensmitteln – die Hälfte davon mit Migrationshintergrund. Dafür wurden seine Vertreter jetzt von Bürgermeister Christian Pundt und Stargast Yared Dibaba auf die Bühne der Waldschulaula geholt und ausgezeichnet.

TV-Moderator Dibaba, zeigte sich sichtlich beeindruckt von dem Engagement der Hatter – auch in anderen Bereichen. Vielfalt, auf neudeutsch gerne Diversität genannt, sei etwas ganz Wichtiges und bereichere die Welt. Der Sache an sich ist er zugeneigt, nur der Name, der gefällt dem prominenten Plattsnacker nicht. „Nennen wir es lieber Kuddelmuddel“, so sein Vorschlag. Im Grunde genommen, machte der in Äthiopien geborene und in Hamburg lebende Gastredner klar, gehe das Platt auf die Wiege der Menschheit, das Omo-Tal in Afrika zurück. „Ich bin so etwas wie ein Entwicklungshelfer für die norddeutsche Sprache“, so Dibaba lässig.

Sehr amüsant und gleichzeitig zum Nachdenken anregend, nahm er Vorurteile und sprachlich merkwürdige Bilder auf die Schippe – das reichte von der Tatsache, dass er mehr als nur eine Heimat habe bis zum „Schwarzfahren“ in der U-Bahn. Seine zentrale Botschaft: Es sei entscheidend, dass die Menschen miteinander reden. Alt mit Jung, Frauen mit Männern, Vertreter verschiedener Religionen und Weltanschauungen. Nur so gebe es die Chance auf ein friedliches Zusammenleben.

Den Oberbegriff Lebendigkeit griffen auch Hattens Bürgermeister und die Rektorin der Waldschule, Silke Müller, auf. Sie freue sich, das Menschen aufstünden, wenn etwas schieflaufe. Es sei positive Lebendigkeit, Mut zu haben und laut die Stimme zu erheben, und dies versuchten die Lehrer und Lehrerinnen der jungen Generation zu vermitteln. Der Bürgermeister verwies auf viel Positives der letzten Monate: den Bau der Kreuzung in Sandkrug, die Halbierung der Bustakte, die auf 3,9 Millionen Euro gestiegene Gewerbesteuer, die viele Investitionen in der Gemeine erst möglich mache, und auch die fortschreitende Digitalisierung in den Gemeindebibliotheken, bei der Kitaplätze-Verwaltung und dem Haushalt. Hatten habe die Waldschule bereits per Glasfaser auf eigene Kosten ans Internet angeschlossen, als von Förderung noch keine Rede war, weil Verwaltung und Politik es als unabdingbar erachteten.

Ein dickes Lob für seine Mitarbeiter („ohne euch, würde ich nicht so gern zur Arbeit gehen“) fehlte an diesem Abend auch nicht. Abgerundet wurde das Programm von Auftritten des Circus Sternchen und „Saxalarm“. Bei Gyros- und Karottencremesuppe bot sich den 330 geladenen Gästen in der Veranstaltungshalle der Waldschule anschließend die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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