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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Tradition: Sozialministerin für 2011 vors Gogericht geladen

28.06.2010

EMSTEK „Frau Ministerin – zur Sache Kreuz“ – So titelte ein besorgter Bürger den von ihm eingereichten zeitnahen Fall, der vom Gogericht verhandelt wurde. Das Gogericht tritt traditionell am Sonnabend nach Johanni auf dem Thingplatz auf dem Desum zusammen, um einen aktuellen und einen historischen Fall zu verhandeln. In diesem Jahr konnte die Interessengemeinschaft „Altes Gogericht auf dem Desum“ als Gografen Gerd Meyer aus Visbek gewinnen. Zusammen mit Mitgliedern des Visbeker Heimatvereins übernahm er die Patenschaft für den historischen Fall.

„Das Gogericht war immer, und so soll es auch bleiben, ein Ort, an dem durch freie Meinungsäußerungen freier Bürger über Recht und Unrecht entschieden wurde“, stellte der Vorsitzende der Interessengemeinschaft, Georg Meyer-Nutteln, in seiner Begrüßung der 450 Besucher fest. Und so kam der Meinungswandel der niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) vom Verbot des Kruzifixes in öffentlichen Schulen bis zum „sie seien sogar wünschenswert“ noch, bevor sie als Ministerin vereidigt wurde zur Verhandlung. So schnell könne man in einer gerade für das Oldenburger Münsterland sehr wichtige Frage seine öffentlich geäußerte Meinung ändern, wenn man Ministerin werden wolle, hieß es in dem Brief. Und so bat der Gograf den „Umstand“, die Geschworenen, in dieser wichtigen Angelegenheit um ein eindeutiges Urteil.

Der „Umstand“ schließe sich der Kritik an der neuen Sozialministerin an, hieß es im Urteil. Denn auch unsere heutige, moderne Gesellschaft, sei auf christlich geprägten Grundwerten aufgebaut – so der „Urteilsweise“ Josef Emke. Gerade in Südoldenburg habe das Kreuz seit über 1000 Jahren in der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert und sei Ausdruck der Tradition und des Werteverständnisses. Mit ihren Äußerungen und ihrem Verhalten habe die neue Sozialministerin im Oldenburger Münsterland die Erinnerung an den Kreuzkampf wach werden lassen. Das unsensible Verhalten Aygül Özkans sei auf das Schärfste zu verurteilen. „Wehret den Anfängen“, so der „Urteilsweise“. Ferner erwarte der „Umstand“, dass die Ministerin, die um in ihrem Amt vereidigt zu werden, ihre Aussagen in unglaubwürdiger Weise und sicherlich nicht ihrer Grundeinstellung gemäß, zurückgenommen habe, vor das Gogericht im Jahre 2011 geladen werde, um eindeutig Stellung zu nehmen zum Kreuz in Schulen, Gerichtssälen und an Straßen im Oldenburger Münsterland. „Wir werden diese Einladung und Vorladung an entsprechende Stellen weiterleiten“, sagte der Gograf zu den Empfehlungen des Umstands.

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Der historische Fall von 1604 wurde unter anderem von Dr. Bernhard Brockmann aufgearbeitet. Dabei ging es um Streitigkeiten wegen des Zehnten zwischen dem Pastor und den Kirchenräten zu Visbek sowie dem Vikar zu Wildeshausen als Kläger einerseits gegen ihre Zehntleute in der Bauerschaft Rechterfeld als Beklagte andererseits. Nach turbulenter Verhandlung das weise Urteil: Der Zehnte ist nur für das Ackerland, das in den letzten 30 Jahren urbar gemacht wurde, zu zahlen.

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