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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Steingräber sollen gewürdigt werden

06.03.2015

Wildeshausen Mit 22 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen hat sich der Wildeshauser Stadtrat am Donnerstagabend dafür ausgesprochen, das freiwerdende Feuerwehrhaus an der Huntestraße als Anlaufstelle für das „Urgeschichtliche Zentrum Wildeshausen“ zu entwickeln. Zunächst soll ein Nutzungskonzept erarbeitet, dann das gesamte Quartier am Huntetor unter die Lupe genommen werden.

Wolfgang Sasse (CDU) bezeichnete diesen Beschluss als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. An der Autobahn werde für das Urgeschichtliche Zentrum geworden, in der Stadt gebe es aber keins.

Woldemar Schilberg (SPD) sprach davon, dass Wildeshausen ein wichtiger Punkt auf der Straße der Megalithkultur sei. Daher sei ein Urgeschichtliches Zentrum in der Innenstadt wichtig. Außerdem könne damit die Huntestraße aufgewertet werden.

Für Jan Wappler (Grüne) gibt es wichtigere Baustellen als ein „Gräbermuseum“ – er meinte die Schulen und die Wirtschaftsförderung. Außerdem müsse die Stadt die Verschuldung im Blick behalten.

Nach Aussagen von Christa Plate (CDU) werde Wildeshausen im Zweckverband Wildeshauser Geest bereits belächelt. „Andere Gemeinden scharren mit den Hufen und warten nur darauf, dass Wildeshausen scheitert“, so Plate.

Traute Sandkuhl (Grüne) sieht keinen Sinn in einem Urgeschichtlichen Zentrum. „Da steht schon etwas Großes. Warum müssen wir da noch ein Gebäude daneben stellen?“ Wichtiger sei, mit den Kindern zu den Steinen zu gehen.

Auch Kreszentia Flauger (Linke) möchte keine Millionen in ein Urgeschichtliches Zentrum stecken. Erst einmal gehe es ja nur um ein Konzept für das alte Feuerwehrhaus.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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