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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Jugendhaus: Streit um Tagesordnung bestimmt Sitzung

21.09.2010

KIRCHHATTEN Heftige Streitereien entwickelten sich am Montagabend in einer öffentlichen Sitzung des Sozial- Ordnungs-, und Jugendausschusses. Einziger inhaltlicher Tagespunkt war die Zukunft des Kinder- und Jugendhauses Kirchhatten.

Zu einer späteren, nichtöffentlichen Diskussion des gleichen Themas waren auch die Mitglieder des Finanzausschusses eingeladen worden. Der erste Streit entbrannte schon über die Tagesordnung: Beraten werden sollte, ob die Ausschussmitglieder das der Gemeinde angebotene Gebäude der Druckerei Plakativ am Marktplatz als Standort für ein neues Kinder- und Jugendhaus favorisieren wollen.

Zu Beginn beantragte die CDU erfolglos, dass Thema in beiden Sitzungen zu streichen, da wesentliche Informationen noch nicht vorlägen. Dann verlangte die Union, schon im öffentlichen Teil über die möglichen Kosten zu diskutieren.

Verwaltung und Mehrheitsgruppe bestanden aber darauf, dies im nichtöffentlichen Teil zu tun. Es gelte, die privatesten Interessen des Grundstücksinhabers zu schützen, erklärte Niels-Christian Heins (FDP).

Auch um das Rederecht für Mitglieder des Finanzausschusses gab es Streit. Diese durften sich schließlich äußern, aber nicht an der Abstimmung teilnehmen.

Helmut Koopmann (SPD) fasste die Vorteile des Hauses am Marktplatz zusammen: Das Haus liege zentral, die Größe lasse auch Veranstaltungen zu und auch das Außengelände biete Vorteile gegenüber dem jetzigen Grundstück neben dem Rathaus. Außerdem biete das Gebäude später die Möglichkeit, Arbeitsplätze der Verwaltung zu verlagern, derzeit angemietete Räume würden dann nicht mehr benötigt. Die Ausschussvorsitzende Elga Spille wies außerdem darauf hin, dass wegen der aktuellen Nutzung als Druckerei ein besonderer Schallschutz existiere – auch im Hinblick auf die Sorgen einer Anliegerin. Diese hatte in der Einwohnerfragestunde erklärt, sie befürchte eine verstärkte Lärmbelästigung.

Für die CDU wandte Jürgen Lueken ein, die Gemeinde könne auch bei einem Neubau am aktuellen Standort Verwaltungsräume einplanen, zudem sei das jetzt genutzte Grundstück größer.

Susann Kügler (Grüne) sagte, das Gebäude am Marktplatz erschienen ihr sehr geeignet, bezeichnete aber die Kostenfrage als Punkt, der auch gegen eine Entscheidung für das Haus sprechen könnte. Sie fragte außerdem, wie die Ansiedlung des Jugendzentrums zu den Plänen der Dorferneuerung passten.

Bürgermeisterin Elke Szepanski erklärte daraufhin, die Anwesenheit der Jugendlichen könnte den geplanten zentralen Marktplatz nur beleben. Die Jugendlichen selbst wünschten sich nur einen Standort im Ortskern. Diese Voraussetzung erfüllten beide Grundstücke Für den Gemeindejugendring sprach sich Gerold Deye für den Umzug aus. Gegen die Stimmen der CDU wurde schließlich beschlossen, das Gebäude am Marktplatz zu favorisieren.

Die NWZ kommt in der nächsten Aufgabe auf das Thema zurück. 

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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