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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Stedingsehre: Suche nach Geldquellen auf allen Ebenen

28.03.2012

BOOKHOLZBERG „Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?“ – Der alte Faschings-Schlager von Jupp Schmitz wäre am Dienstagnachmittag im Berufsförderungswerk (bfw) die passende Begleitmusik gewesen. FDP-Politiker dachten dort gemeinsam mit Professor Lutz Walk vom Arbeitskreis Stedingsehre darüber nach, wie denn die 80 000 Euro für ein Dokumentationszentrum am Grenzweg 3 finanziert werden könnten. Immerhin: Eine Finanzspritze der Gemeinde scheint wahrscheinlich, ein Zuschuss des Landes möglich.

Dabei ging es bei den 80 000 Euro zunächst „nur“ um den Kauf des Hauses, über die Kosten für Renovierung oder mediale Ausstattung wurde noch nicht gesprochen. Das Gebäude, so die Idee des Arbeitskreises, solle ein Ort zum Lernen, Archivieren, Präsentieren und Diskutieren sein, auch Ausgangspunkt für Besucher, die das Spieldorf sehen möchten.

Sie erwarte schon, dass die Gemeinde sich finanziell beteiligen wird, sagte die FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Daniel. Nur: Es könne den Menschen „nicht verklickert“ werden, wenn die Kommune, die sonst eher anteilig mitfinanziert, hier den gesamten Kaufpreis zahlen würde.

Denkbar sei, dass das Land hilft, sagte MdL Christian Dürr. Er verwies auf einen Topf zur Förderung kleinerer Museen, ausgestattet mit einer Million Euro (für 2012 und 2013). Zusammen mit MdL Ansgar Focke (CDU) erkunde er zurzeit, „wie wir das vernünftig hinkriegen“.

Eine Förderung durch die Oldenburgische Landschaft scheide wohl aus, so deren Vizepräsident Ernst-August Bode, auch FDP-Fraktionschef im Kreistag. „Ich wüsste auch nicht, ob der Kreistag Ähnliches schon unterstützt hat.“ Aber er wolle das Thema in Wildeshausen vorbringen.

Zuvor waren Arbeitskreis-Moderator Lutz Walk und bfw-Geschäftsführer Jörg Barlsen auf die Geschichte von Stedingsehre eingegangen. Walk nahm auch Stellung zur Kritik des Sozialverbandes Grüppenbühren-Bookholzberg, dass Steuermittel nicht für eine Nazi-Kultstätte aufgewendet werden dürften.

Hier gehe es ganz und gar nicht um eine Verherrlichung des NS-Regimes, sondern um das Gegenteil, sagte Walk. „Es soll ein Lernort werden, damit so etwas nie wieder passiert.“ Stedingsehre sei ein „Täter-Ort“ gewesen, ein Ort, an dem Unterhaltung eingesetzt wurde, um Menschen für nationalsozialistische Zwecke zu vereinnahmen.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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