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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Suppe der Bundeswehr schmeckt auch drei Vereinen

28.09.2012

Wildeshausen Vorfreude auf den Weihnachtsmarkt im Dezember brachte die Bundeswehr bereits am Donnerstag mit nach Wildeshausen: Aus dem Suppenverkauf während der Vorweihnachtszeit 2011 kam ein Erlös von knapp 4000 Euro zusammen. 2100 Euro reichte Oberstleutnant Peter Springer, Kommandeur des Luftlandeunterstützungsbataillons 272, im Stadthaus an die Vertreter von drei Wildeshauser Vereinen weiter. Die andere Hälfte geht ans Soldatenhilfswerk.

Jeweils 700 Euro nahmen Christa Behnken, Vorsitzende des Vereins zur Integration junger Menschen, Johanna Wappler für den Verein Donum Vitae und Peter Krönung, Vorsitzender der Wildeshauser Tafel, entgegen. Behnken hat die Nachfolge des verstorbenen Edvard Percival angetreten, dem die Integration junger Behinderter eine Herzensangelegenheit war. Das Geld soll voraussichtlich für eine Fahrt zum Musical „Tarzan“ verwendet werden. Donum Vitae will die Spende in der Schwangerenkonfliktberatung einsetzen. Weil das Land die Förderung gekürzt habe, sei der Verein dringend auf Spenden angewiesen, sagte Johanna Wappler. Die Wildeshauser Tafel versorgt im Schnitt jeden Donnerstag rund 220 Bedürftige. „Dahinter stehen noch mal 700 Familienmitglieder“, erläuterte Krönung.

Bürgermeister Dr. Kian Shahidi bedankte sich für die ehrenamtlich geleistete Arbeit. „Mit solchen Vereinen bringen wir Wildeshausen nachhaltig nach vorn.“ Die Kreisstadt stehe zur Patenschaft mit der Bundeswehr. Sie stelle auch beim Bürgerfest am 2./3. Oktober logistische Unterstützung bereit. Am 12. Dezember werde die Bundeswehr zum Adventskonzert im Ratssaal einladen.

Die Soldaten wollen auch in diesem Jahr wieder leckere Suppe auf dem Wildeshauser Weihnachtsmarkt für den guten Zweck verkaufen – allerdings nur bis zum Freitag vor dem 4. Advent. „Das Weihnachtsfest sollen die Soldaten bei ihren Familien verbringen“, sagte Springer. Nach Angaben des Kommandeurs werden bereits im Januar 2013 etwa 200 Soldaten gemeinsam mit weiteren Kräften der Luftlandebrigade 31 für vier bis sechs Monate nach Kunduz (Afghanistan) verlegt. „Wir hoffen, dass im Sommer alle gesund zurückkommen.“

Im Rahmen der aktuellen Umstrukturierungsmaßnahmen der Bundeswehr wird der Verband im Jahr 2015 aufgelöst. Eine mehr als 40-jährige Geschichte des Bataillons 272 geht dann zu Ende. Soldaten der Luftlandebrigade 31 wechseln zum neuen Fallschirmjägerregiment 31, das ebenfalls in Seedorf stationiert sein wird. Inwieweit dann die Patenschaft mit Wildeshausen am Leben erhalten werden könne, sei offen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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