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Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird fertig gebaut
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Aktualisiert vor 18 Minuten.

Entscheidung Der Verteidigungsministerin
Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird fertig gebaut

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

„Titel nicht aufs Spiel setzen“

08.02.2017

Wildeshausen Von einem „historischen Tag für Wildeshausen“ sprach der damalige Bürgermeister Dr. Kian Shahidi. Und Ex-Ratsvorsitzender Uwe Leinemann meinte, der Titel sei „mehr als verdient“. Vor sieben Jahren wurde Wildeshausen das Prädikat „Staatlich anerkannter Luftkurort“ zugesprochen. Auf ewig tragen darf ihn die Kreisstadt aber nicht: Spätestens in zwei Jahren müsste eine neue Zertifizierung erfolgen.

„Wir wollen den Titel nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen“, sagt Stadtmarketing-Beauftragte Daniela Baron. Daher sei das Thema „Luftkurort“ bereits im Arbeitskreis Tourismus diskutiert worden. Ergebnis offen. Einerseits möchte sich Wildeshausen zuallererst als „Gesundheits-Standort“ profilieren. Andererseits sei der Titel „Luftkurort“ ein Schlüssel, um bei den Sonntagsöffnungszeiten flexibler zu sein, so Baron. Der Gesetzgeber plane Einschränkungen bei den verkaufsoffenen Sonntagen. „In einem Kurort dürfen Dinge des täglichen Bedarfs an jedem Sonntag verkauft werden“, erklärt die Marketing-Beauftragte.

Allerdings gibt es den Status „Luftkurort“ nicht zum Nulltarif. Wildeshausen müsste, wie vor acht Jahren, in ein aufwendiges Verfahren eintreten: Alle Fakten zu Bauleitplanung, Verkehrswegen, kulturellen Veranstaltungen oder gar „kurunterstützenden Speiseangeboten“ kommen auf den Tisch. Außerdem sind Klimaanalysen und ein erneutes Luftqualitätsgutachten zu erstellen. Geeignete Standorte für die Messstationen werden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) bestimmt. Für das letzte Gutachten wurden auch Werte wie Grobstaub, Stickstoffdioxid oder Benzol gemessen. Im Stadthaus geht man von Kosten in Höhe von rund 10 000 Euro aus. „Das Geld muss im Haushalt bereitgestellt werden“, erläutert Stadtsprecher Hans Ufferfilge. Bislang gebe es dazu noch kein Signal aus der Politik.

Die Auszeichnung „Luftkurort“ hat aus touristischer Sicht einen hohen Stellenwert: Rund 23 500 Hotel-Übernachtungen wurden im Jahr 2014 gezählt. Tendenz steigend, wie Claudia Olberding vom Verkehrsverein sagt. Das Prädikat „Luftkurort“ sei ein großer Werbefaktor für die Kreisstadt. Daher werde der Verkehrsverein darauf drängen, dass es wieder auf den neuen Broschüren zu sehen ist. Bereits 2010 attestierte die Regierungsvertretung Weser-Ems der Kreisstadt, sie spiele „in der oberen Liga des Erholungstourismus“ mit. An einem Abstieg aus dieser Liga dürfte im Rathaus niemand interessiert sein.

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Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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