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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Tretboote sorgen für leuchtende Augen

27.07.2016

Ganderkesee /Ostrittrum Schönstes Sommerwetter und ein bis auf den letzten Platz besetzter Bus mit fröhlichen Teilnehmern – beste Bedingungen also für den Ausflug der Flüchtlingshilfe Ganderkesee am vergangenen Sonntag. Für 54 Teilnehmer, größtenteils junge Flüchtlingsfamilien mit vielen Kindern, ging es in den Wild- und Freizeitpark Ostrittrum.

„Dieses Mal kamen die Teilnehmer vorwiegend aus Bookholzberg“, berichtete Monika Kurzawski, die als ehrenamtliche Betreuerin die Gruppe begleitet hatte. „Wir wollen jedem Flüchtling im Laufe des Jahres die Chance geben, einen Ausflug mitzumachen.“ Für die Flüchtlinge, auf deren Agenda derzeit das Deutschlernen ganz oben stehe, sei der Ausflug dann das Highlight des Jahres.

Vor allem bei den Kindern habe der Park mit seinen vielen Attraktionen und Spielgeräten für leuchtende Augen gesorgt. Wegen der Hitze ging es direkt zum großen See mit Tretbooten. Die Boote hätten zwar einige etwas verängstigt, „aber dann kamen alle freudestrahlend wieder an“, schwärmte Kurzawski. Im Anschluss wurde gemeinsam gepicknickt. Osama Al-Hussein, gelernter Koch aus Syrien, grillte Fleischspieße; für die Beilagen hatte der Rest der Gruppe gesorgt. „Das war eine riesige Auswahl: Es gab Salate, Obst, Gemüse, Brote und süße Küchlein zum Nachtisch“, zählte Kurzawski auf.

Ganz nebenbei wurden dann auch die Deutschkenntnisse erweitert, unter anderem wurden Tier- und Pflanzennamen gelernt. Und nicht nur das: Monika Kurzawski vermittelte gleich noch ein bisschen Naturkunde, denn viele der Flüchtlinge kennen die heimischen Pflanzen nicht. „Die Beeren von Ilex und Lorbeer sehen zwar gut aus, aber sind giftig. Das wissen die meisten nicht.“ Für große Freude sorgten auch alltägliche Dinge: „Wir haben eine Maus entdeckt, das war ein großes Erlebnis“, berichtet Kurzawski. Auch das Springkraut am Wegesrand wurde genauer betrachtet, wobei die aufplatzenden Samenkapseln für Begeisterung sorgten.

Betreuer Erich Kurzawski erzählte im Märchenwald deutsche Märchen nach, was auch viele der Erwachsenen sehr interessant fanden. Dabei wurden viele Parallelen zu Märchen aus dem Orient entdeckt.

Der Ausflug am Sonntag war die zweite von insgesamt vier Exkursionen, die die Flüchtlingshilfe in diesem Jahr veranstaltet. Finanzielle Unterstützung gibt es dabei von den NWZ-Lesern: Rund 300 000 Euro waren bei der NWZ-Weihnachtsaktion 2015 für die Integration von Flüchtlingen zusammengekommen, ein Teil davon kam der Flüchtlingshilfe zugute.

Am Sonntag waren allerdings auch noch kleine Schwachstellen sichtbar geworden, der sich die Ehrenamtlichen nun annehmen wollen: „Alle Nationalitäten unter einen Hut zu bekommen, ist nicht so einfach. Im Moment sitzen alle noch an unterschiedlichen Tischen“, so Monika Kurzawski. Aber auf Dauer werde wohl auch das funktionieren, am ehesten dann durch die Kinder.

Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch: „Auf der Rücktour haben alle zusammen gesungen, das war wie ein richtig schönes Fest“, freute sich Monika Kurzawski.

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