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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

„Verantwortung für Erinnerungskultur unserer Stadt“

12.05.2012

Leserbrief zur Diskussion um die Umbenennung der „Bgm.-Petermann-Straße“ (diverse NWZ -Berichte):

Lese ich die Berichterstattung in den regionalen Tageszeitungen zur Sitzung des Bauausschusses, so stellt sich Bedauern ein. Bedauern darüber, wie und mit welchem Niveau diskutiert wird und welche Chance vergeben wurde. Unsere Stadt betreibt, was die nationalsozialistische Terrorherrschaft betrifft, eine aktive Erinnerungskultur. (...)

Und in diesem Zusammenhang sollte auch die Diskussion um die „Bgm.-Petermann-Str.“ gesehen werden.

Die einen wollen nicht, dass eine Straße nach dem NSDAP-Ortsgruppenleiter benannt wird, die anderen wollen den verdienten Mitbürger nicht entehren, indem sie ihm die Straße nehmen. Aber gibt es denn wirklich nur diese beiden Sichtweisen, diese „Schwarz-Weiß-Malerei“?

Wäre es denn nicht angemessener, gerade die Problematik, die es um die Einschätzung des Bürgermeisters Petermann gibt, als Chance zu begreifen? Als Chance, die Erinnerungskultur unserer Stadt zu bereichern und zwar um jenes Moment, dass es eine Geschichte nach dem Nationalsozialismus gibt, eine Geschichte, in der auch um die Bewertung dieser Zeit und der in ihr an exponierter Stelle wirkenden Personen gerungen wurde und wird? Wenn man diesen Blickwinkel, den Blickwinkel der Erinnerungskultur einnimmt, dann wird man die „Bgm.-Petermann-Str.“ nicht umbenennen, aber man wird die – salomonische – Idee des Zusatzschildes dankbar aufgreifen.

Nun wird man sagen, wie soll man sich auf den Text einer Tafel einigen? Man wird, glaube ich. Und wenn nicht, dann hängt man eben zwei Tafeln auf. Der Erinnerungskultur unserer Stadt wird dies nicht schaden, nein, es würde ihr vielmehr förderlich sein.

Ich habe die Hoffnung, dass der Rat seiner Verantwortung für die Erinnerungskultur unserer Stadt gerecht wird. Wer ja zu dieser Kultur sagt, der darf sich eines verantwortungsvollen Umgangs mit der „Bgm.-Petermann-Str.“ nicht verschließen.

Christoph Pauli, Wildeshausen

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