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Zwei Verletzte bei Verkehrsunfall in Oldenburg
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Aktualisiert vor 38 Minuten.

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Zwei Verletzte bei Verkehrsunfall in Oldenburg

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Verneigung vor Opfern der NS-Herrschaft

09.11.2010

WILDESHAUSEN „Gegen das Vergessen“: Bereits am 8. November, einen Tag vor dem Gedenktag an die Novemberpogrome der Nationalsozialisten gegen die Juden in Deutschland im Jahre 1938 machten sich am Montag an die 50 Wildeshauser auf zu einem Erinnerungsgang auf den Spuren jüdischen Lebens in ihrer Stadt. An 15 Orten hielten sie inne, um sich der früheren Mitbürger und ihres schrecklichen Endes zu erinnern.

Die Idee zu dem Marsch hatte der inzwischen verstorbene ehemalige Ratsherr Ulrich Schmidt, umgesetzt haben sie der Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“ im Präventionsrat der Stadt zusammen mit dem Bürger- und Geschichtsverein. Er soll von nun an jedes Jahr stattfinden.

Der Start erfolgte auf dem Parkplatz des Hotels Huntetal, wo Ingeborg Jacoby vom Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“ die Teilnehmer, unter ihnen Bürgermeister Dr. Kian Shahidi und Ratsvorsitzender Uwe Leinemann, begrüßte und den Ablauf des etwa eineinhalbstündigen Marsches erläuterte. An der ersten Station, dem jüdischen Friedhof, wartete Bodo Gideon Riethmüller, der Friedhofsbeauftragte des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen. Er nannte den Friedhof mit dem Erinnerungsstein für die zwölf während des Holocaust ermordeten Wildeshauser Juden einen „Ort des Gedenkens, aber auch des Lernens“ und verneigte sich gemeinsam mit den Erinnerungsgängern vor den Opfern.

Weiter ging der Marsch über Huntetor und Zwischenbrücken, wo an den Plätzen der früheren Wohnhäuser der Familien Arthur Goldstein, Simson Levi Schwabe und Isaak Levi Schwabe Peter Heinken vom Bürger- und Geschichtsverein Erläuterungen gab, in die Huntestraße zum Standort der ehemaligen Synagoge. Galerist Hartmut Berlinicke sprach über das Gotteshaus und Künstler Carsten Bruhns über die von ihm geschaffene und dort aufgestellte Stele.

Erläuterungen durch Imke Schmidt, Charlotte von Olearius, Gerd Jacoby und Rudolf Boning gab es auch an den weiteren Stationen: in der Huntestraße 26, wo die Familie Heinemann wohnte, Sägekuhle 7 (Familie de Vries), Sägekuhle 3 (Familie Bernhard de Haas), Westerstraße 24 (Familie Moritz de Haas), Westerstraße 27, Westertor 4 und 6 (Familie Julius Schwabe), Westertor 8 (Familie Siegfried Rennberg) und Sögestraße 16 (Familie Goldstein). Der Geschichtsgang endete auf dem Marktplatz, wo das städtische Banner zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürger ausgerollt und mehr als 40 Kerzen aufgestellt wurden.

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