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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Zivilcourage: Viermal Bürgermut bewiesen

21.11.2015

Wildeshausen Mit Bürgermut hat Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski das Wort Zivilcourage übersetzt, als er am Freitag im Stadthaus gemeinsam mit seinem Dötlinger Amtskollegen Ralf Spille und Polizeichef Markus Voth die Preisträger für Zivilcourage 2015 auszeichnete. „Wir wollen nicht unbedingt spektakuläre Taten würdigen, sondern auch alltägliche Dinge“, erklärte Kuraschinski. Der Preis soll ermutigen, häufiger Zivilcourage zu zeigen.

Der Arbeitskreis Zivilcourage und Verkehrssicherheit im Präventionsrat der Stadt Wildeshausen hat vier Fälle ausgewählt (siehe Infokasten unten) und damit fünf Frauen Anerkennung ausgesprochen. Eine Frau aus der Gemeinde Dötlingen wollte nicht genannt werden und war daher nicht zur Preisverleihung erschienen. Laudatorin Gerda Lehmensiek vom Arbeitskreis bezeichnete sie als „Frau Courage“. Die Frau verhinderte wahrscheinlich Einbrüche in ihrer Nachbarschaft.

Für Polizist Sebastian Nitsch, ebenfalls Mitglied im Arbeitskreis, hat ein Bürger Zivilcourage, wenn er nicht weg schaut. Damit meinte er Elvira Tscheu. Sie verhinderte möglicherweise ein Feuer im Stadthaus, als sie Weihnachten 2014 eine noch brennende Kerze im Rathaus bemerkte und die Feuerwehr rief.

Melanie Michaelis erhielt den Dank von Polizeichef Markus Voth mit den Worten: „Sie haben Leben gerettet“. Die Aschenstedterin hatte in einer Septembernacht bemerkt, dass bei ihren Nachbarn der Carport brannte und das Feuer bereits das Wohnhaus erfasst hatte. Laudator und Arbeitskreismitglied Matthias Kluck lobte das entschlossene Handeln von Michaelis’ und bezeichnete sie als „Schatz der Nachbarschaft“.

Ihrem Gefühl gefolgt war Sonja Hoffmann aus Wildeshausen, als sie im Sommer gemeinsam mit ihrer Tochter einer Katzendiebin hinterherfuhr. „Wir sind froh, dass es solche aufmerksame Menschen gibt“, sagte Laudatorin Melanie Fotheringham.

Vier Preise für Zivilcourage

Melanie Michaelis aus Aschenstedt hat im September ihre Nachbarn möglicherweise vor dem Tod bewahrt. Bei ihren Nachbarn war nachts der Carport in Brand geraten und das Feuer bereits in die Zwischendecke des Hauses gezogen. Melanie Michaelis klingelte und hämmerte solange an Türen und Fenster, bis die Familie wach wurde und unbeschadet das Haus verlassen konnte.

Sonja Hoffmann und ihre Tochter Marie-Madeleine aus Wildeshausen haben im August beobachtet, wie eine Frau in der Kreisstadt eine Katze in ihr Auto packte. Ihr erste Gedanke: Die Katze ist verletzt und wird zum Tierarzt gebracht. Dem war aber nicht so. Stattdessen machte sich die Frau mit dem Tier aus dem Staub. Daher fotografierte die Tochter das holländische Kennzeichen und rief die Polizei an. Wie sich herausstellte, hatte die Frau die Katze gestohlen. Mit Hilfe holländischer Polizisten konnte die Täterin ausfindig gemacht und die Katze zurück nach Wildeshausen gebracht werden.

Elvira Tscheu hat möglicherweise verhindert, dass das Wildeshauser Stadthaus in Flammen aufging. Am 1. Weihnachtstag bemerkte die Nachbarin, dass in einem Raum noch eine Kerze brannte. Sie rief die Feuerwehr, die die Flamme löschte.

Als Frau Courage wurde die unerkannt bleibende Frau aus der Gemeinde Dötlingen bezeichnet, die möglichen Einbrechern auf die Spur gekommen war. In ihrer Nachbarschaft hatte sie ein fremdes Auto beobachtet. Als sie die Herren ansprach, hätten sie gesagt, dass sie sich Immobilien anschauten. Als die Frau das Auto fotografierte, wurde sie von den Männern bedrängt. Sie verlangten von der Frau, dass sie die Bilder löscht. Das tat sie nicht, sondern informierte die Polizei. Die fand heraus, dass das Auto schon bei mehreren Einbrüchen eine Rolle spielte.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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