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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Vorgaben für Mahnmal an sensiblem Ort

23.02.2007

Dötlingen – Positiv bewertet die Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins Dötlingen, Marianne Mennen, das jüngste Gespräch über die Errichtung eines Mahnmals für die Opfer der Nazi-Diktatur. An dem Gespräch im Pfarrhaus nahmen auch Vertreter des Landesamtes für Denkmalspflege, des Oberkirchenrates Oldenburg und der Kirchengemeinde St. Firminus sowie Bürgermeister Heino Pauka teil.

Ergebnis der Diskussion: Grundsätzlich kann das Mahnmal, dessen Standort auf dem Gelände der Kirchengemeinde sein soll, kommen. Allerdings gibt es strenge Auflagen, die nun schriftlich ausgearbeitet und dann dem Heimat- und Bürgerverein mitgeteilt werden. Dafür hat Marianne Mennen durchaus Verständnis: „Es handelt sich um einen sensiblen Ort, deswegen muss es passen. Der Tabkenhof und die Kirche dürfen nicht beeinträchtigt werden.“

Die Ansiedlung des NS-Opfer-Mahnmals nahe des vorhandenen Mahnmals für Gefallene der Weltkriege nannte Mennen „denkbar“. Darüber sei jedoch noch nicht entschieden worden. Fest stehe, dass neben dem Dötlinger Willi Rogge, der einem NS-Mord zum Opfer fiel, auch der Kriegsflüchtlinge gedacht werden soll. „Auch sie sind Opfer des Nazi-Regimes.“ Rund ein Viertel der Einwohner Dötlingens seien nach dem Krieg Flüchtlinge gewesen, erinnerte Mennen.

Sobald die Auflagen der Denkmalschützer vorliegen, soll am Wortlaut der Mahnmalsaufschrift gearbeitet werden. Anschließend könnten Künstler ihre konkreten Entwürfe vorlegen. Unklar sind weiterhin Kosten und Finanzierung des Mahnmals. Das nächste Treffen mit Vertretern der politischen und kirchlichen Gemeinde soll nach Ostern stattfinden.

Das geplante Mahnmal für Opfer des Nazi-Regimes

Bereits seit 1995 beschäftigt die Errichtung eines Mahnmals für die Opfer des NS-Regimes den Bürger- und Heimatverein Dötlingen. Es wurden Vorschläge erarbeitet und Künstlermodelle präsentiert. Die Realisierung scheiterte jedoch bislang.

Die aktuellen Pläne sehen ein Denkmal auf dem Gelände der St.-Firminus-Kirche vor. Kosten und Finanzierung sind weiter unklar.

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