• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Sexueller Missbrauch: Schlimmer Verdacht bei der Jugendfeuerwehr Wardenburg

02.09.2015

Wardenburg Was ist dran an dem Verdacht, in der Jugendfeuerwehr Wardenburg habe ein Betreuer zwei Mädchen sexuell missbraucht? Nicht nur in Wardenburg wird sich vielerorts diese Frage gestellt, auch in anderen Feuerwehren des Landkreises sorgt dieser Vorwurf für Diskussionsstoff. Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwalt Oldenburg aufgrund einer Strafanzeige, die im Juli eingegangen ist, wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs an Kindern. Wer die Strafanzeige gestellt hat, wollte Carolin Castagna, Sprecherin der Oldenburger Staatsanwaltschaft, gegenüber der NWZ  nicht sagen.

Im August erreichte die Staatsanwaltschaft zudem ein anonymes Schreiben, in dem Vorwürfe gegen verschiedene Personen erhoben wurden, die diese Vorfälle vertuscht haben sollen. Hier sei das Verfahren aufgrund eines fehlenden Anfangsverdachtes sofort eingestellt worden, bestätigte Carolin Castagna.

Gespräch mit Eltern

Nach Informationen der NWZ  hatte die Verwaltung bereits seit Mitte März Kenntnis von den Vorwürfen gegen einen Jugendfeuerwehrbetreuer, eine Zwölf- und eine 14-Jährige im vergangenen Jahr möglicherweise sexuell belästigt zu haben. Es wurde daraufhin mit allen Beteiligten gesprochen, sagt Gemeindebrandmeister Herwig Grotelüschen. „Aber weder Feuerwehr noch Verwaltung konnten einen Beweis finden, dass irgendwelche Übergriffe in der Feuerwehr passiert sind.“

Nach Gesprächen mit der 14-Jährigen und ihren Eltern, die mittlerweile weggezogen seien, habe sich herausgestellt, dass das Jugendfeuerwehrmitglied und sein zehn Jahre älterer Betreuer ein gegenseitiges Interesse aneinander hatten, berichtet Grotelüschen. „Da ist nichts Schlimmes gegen irgend einen Willen geschehen“, ist der Gemeindebrandmeister überzeugt. Alle Annäherungen seien in privatem Umfeld passiert. Dass auch eine Zwölfjährige betroffen sein soll, davon wisse er nichts, so Grotelüschen. Der beschuldigte Kamerad sei nicht mehr als Jugendfeuerwehr-Betreuer tätig. Bei den Aktiven sei er weiterhin im Dienst.

„Lückenlose Aufklärung“

„Bis zur Klärung des Sachverhalts durch die Staatsanwaltschaft gehört dieser Kamerad suspendiert“, so die Auffassung von Ratsherr Frank Freese (FDP). Stattdessen seien die zwei Feuerwehrkollegen vom Dienst ausgeschlossen worden, die diese Verdachtsmomente gegenüber dem Ortsbrandmeister offen ausgesprochen hatten. „Diese Suspendierungen sind wieder aufgehoben“, so Grotelüschen. Freese verwundert: „Weder dem Gemeindekommando noch der Verwaltung steht es zu, polizeiliche Ermittlungen anzustellen.“

Gar nichts von den Anschuldigungen gewusst haben will Ada Heptner (SPD), Vorsitzende des Feuerwehrausschusses: „Ich habe auch erst aus der Zeitung davon erfahren.“ CDU-Fraktionsvorsitzender Armin Köpke wollte sich am Dienstag nicht zu den Vorwürfen äußern: „Das ist eine interne Sache, da mischen wir uns nicht ein.“ Eine lückenlose Aufklärung fordert Eckhardt Hildebrandt (FWG): „Alle Fakten müssen auf den Tisch. Hier geht es schließlich um Minderjährige.“

Für eine Stellungnahme war Bürgermeisterin Martina Noske am Dienstag nicht im Rathaus zu erreichen.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
Rufen Sie mich an:
04407 9988 2730
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.