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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Noske verzichtet auf Kandidatur – Speckmann tritt an

18.01.2019

Wardenburg Ausgerechnet im Trauzimmer, in dem sich Paare das Ja-Wort geben, teilte Martina Noske ihre Entscheidung mit: „Ich werde nicht wieder für das Amt der Bürgermeisterin antreten“, so die 58-jährige Verwaltungschefin am Donnerstagabend im Wardenburger Rathaus. „Meine Amtszeit endet damit am 31. Oktober dieses Jahres.“

Die Fakten

1960: Martina Noske wird in Oldenburg geboren.

1975: Martina Noske beginnt eine Ausbildung im öffentlichen Dienst.

1980: Abschluss der Fachhochschule Verwaltung und Rechtspflege. Anschließend Wechsel in die Bezirksregierungen Hannover und Weser-Ems.

1987: Ernennung zur Beamtin auf Lebenszeit.

1991: Wechsel ins Wardenburger Rathaus, zunächst Kämmerin, dann stellvertretende Gemeindedirektorin.

1993: Wahl zur Gemeindedirektorin im Alter von 33 Jahren. Zwölf Jahre lang war sie in dieser Funktion Chefin der Verwaltung.

2005: In Niedersachsen ist 1996 die Eingleisigkeit (hauptamtliche Bürgermeister) eingeführt worden. Noske kandidiert als Parteilose, offiziell unterstützt von der CDU. Fünf Mitbewerber treten an, eine Stichwahl wird nötig. Sie siegt mit 2806 zu 810 Stimmen am 24. April gegen Horst Feddermann (SPD).

2011: Erneute Unterstützung durch die CDU; Wiederwahl am 11. September mit fast 78 Prozent der Stimmen. Einziger Gegenkandidat: Frank Freese (FDP).

2018: Die CDU erklärt offiziell, sie suche einen neuen Bürgermeisterkandidaten; ebenso die zweite große Ratsfraktion, die SPD. Grüne, FDP und FWG halten sich bedeckt.

17. Januar 2019: Noske erklärt, nicht erneut bei der Wahl anzutreten.

Noske kann auf eine lange, erfolgreiche Arbeit an der Spitze der Gemeindeverwaltung zurückblicken (siehe Info-Box). Die gebürtige Oldenburgerin wechselte 1991 von der damaligen Bezirksverwaltung ins Rathaus an der Friedrichstraße. Bereits zwei Jahre später wurde sie zur Gemeindedirektorin gewählt. Das Amt hatte sie zwölf Jahre lang inne. 2005 bewarb sie sich erstmals um das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters – und setzte sich erfolgreich gegen fünf Mitbewerber durch. Im Jahr 2011 wurde sie mit gut 78 Prozent der Stimmen erneut gewählt.

Viel Freude im Amt

Spätestens, nachdem der Rat die Bürgermeister-Wahl auf den 8. September 2019 terminiert hatte, wurde Noske mehrfach gefragt, ob sie erneut kandidieren wird. Sie nutzte die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel, um gemeinsam mit ihrem Mann zu überlegen und die Zukunft zu planen. „Es war keine leichte Entscheidung“, stellte Noske klar. „Das Amt und die Aufgaben haben mir sehr viel Freude bereitet.“ Der Tagesablauf sei sehr vielfältig. „Die Kontakte zu den Menschen machen einfach Spaß.“

Am Donnerstag dann informierte die Bürgermeisterin ihren allgemeinen Vertreter Frank Speckmann sowie die stellvertretenden Bürgermeister Achim Grätz, Peter Kose und Veronika Hillenstedt. Ihre Entscheidung sei rein privater Natur, betonte Noske. „Das Leben ist endlich. Niemand weiß, ob er 60 oder 90 Jahre alt wird.“ Konkrete Pläne für den Ruhestand habe sie noch nicht. Gleichzeitig trat sie Gerüchten entgegen, sie und ihr Mann würden aus Wardenburg wegziehen. Zwar sei es noch zu früh, eine Bilanz der ihrer langen Amtszeit zu ziehen. Stolz sei sie aber auf den Erhalt des alten Wardenburger Ortskerns und die Krippe an der Friedrichstraße.

Frank Speckmann warf als Erster seinen Hut um die Nachfolge in den Ring. Nach intensiven Gesprächen im Familienkreis – dazu gehören vor allem Ehefrau Anja und die zwei erwachsenen Kinder – habe er sich entschieden, eine parteiunabhängige Kandidatur anzustreben, teilte der 52-jährige Verwaltungsfachmann mit. Dafür müsse er zunächst 165 Unterschriften von Unterstützern bei Gemeindewahlleiter Wolfgang Arians abliefern. Er würde sich aber freuen, wenn ihn andere Parteien und Wählergruppen unterstützen würden, so der parteilose Verwaltungsfachmann weiter.

Lob für Gemeinderat

Speckmann, aufgewachsen in Westerholt, fing als Auszubildender am 1. August 1987 bei der Gemeinde Wardenburg an. Dort durchlief er alle Ämter. Als Sozial- und Ordnungsamtsleiter war er bei der Einführung von Hartz IV dabei. Bis 2011 war er Kämmerer. Seit 2012 leitet er das Bauamt. Seit zwölf Jahren ist er allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin. Er pflege ein „gerades, offenes und ehrliches Verhältnis“ zu allen Vertretern im Rat. „Das möchte ich so beibehalten“, sagte Speckmann. Im Gemeinderat habe auch der Bürgermeister nur eine von 33 Stimmen.

Wenn Noske sich um eine dritte Amtszeit bemüht hätte, wäre er nicht angetreten, sagte Speckmann am Donnerstag im Trauzimmer. Hier war er zuletzt vor vielen Jahren: als er seiner Frau das Ja-Wort gab.

kommentar

Verdienste

für Gemeinde

Die Entscheidung von Martina Noske verdient Respekt. Sie hat sich fast drei Jahrzehnte lang für das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Der Verzicht auf eine erneute Kandidatur dürfte ihr nicht leicht gefallen sein.

Bei zwei Bürgermeisterwahlen hob die CDU die parteilose Noske aufs Schild. Diesmal schrieb die Union die „Stelle“ aus. Sie sucht einen externen Kandidaten. Diese Form des Liebesentzugs dürfte ein Grund für Noskes Lebensplanung sein.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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