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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Neuer Streitschlichter für Wardenburg gesucht

19.07.2019

Wardenburg Der eine Baum wächst zu weit aufs Nebengrundstück und verliert dort unliebsames Laub, die Hecke daneben ist dem nächsten Bewohner ein Dorn im Auge. Es sind meist solche alltäglichen Probleme, mit denen Menschen zu Hans-Günther Gramberg kommen. Hin und wieder geht es auch um Schlägereien, Beleidigungen – Straftaten, die nicht bei der Staatsanwaltschaft landen, sondern von geschulten Streitschlichtern gelöst werden.

Schiedsmann seit 2012

Dieses Schiedsamt bekleidet Gramberg nun seit 2012 in der Gemeinde Wardenburg – aber Ende Oktober soll Schluss sein. „Ich werde 70. Irgendwann muss ich ja aufhören“, sagt der ehemalige Kriminalbeamte. Die Schiedspersonen werden immer für fünf Jahre gewählt. „Da muss ich einsehen, dass es irgendwann zu viel wird.“ Der 69-Jährige ist ein bisschen wehmütig, denn er hat den Job immer sehr gern gemacht. Sein jetziger Stellvertreter, Hajo Roßkamp, ist seit der vergangenen Periode mit an Bord. Bürgermeisterin Martina Noske könnte sich vorstellen, dass Roßkamp dann aufrückt, sodass die Gemeinde ab dem 1. November wieder einen Stellvertreter sucht.

Interesse am Amt?

Die Gemeinde Wardenburg sucht zum 1. November eine stellvertretende Schiedsperson. Bei diesem Ehrenamt geht es darum, Streitigkeiten zivil- und strafrechtlicher Art zu schlichten.

Bewerber müssen mindestens 30 Jahre alt sein, ihren Wohnsitz in der Gemeinde haben sowie über EDV-Kenntnisse (Word, Internet, E-Mail) verfügen. Schiedspersonen werden vom Gemeinderat für fünf Jahre gewählt.

Interessierte Personen können sich bis zum 8. August bei Kerstin Klokow von der Gemeinde Wardenburg unter kerstin.klokow@wardenburg.de bewerben.

Fortbildung für Schiedspersonen

Was muss dieser denn mitbringen? Bei der ersten Antwort zögert Gramberg keine Sekunde: „Gesunden Menschenverstand.“ Er muss lachen. „Aber natürlich sollte der- oder diejenige Spaß daran haben, mit Menschen umzugehen, Empathie und Geduld aufbringen und lösungsorientiert an Probleme rangehen können.“ Gramberg kann Zweifler aber beruhigen. „Man muss nicht alles sofort können, es gibt mehrere Fortbildungen.“ Darunter seien zum Beispiel Kurse in Strafrecht, Zivil- und Nachbarschaftsrecht. „Das wichtigste ist allerdings die Mediation“, weiß der Experte. Die Ursachen für einen Nachbarschaftsstreit lägen oft in der Vergangenheit, sagt Hans-Günther Gramberg. Die Wurzel des Übels, die gelte es herauszuarbeiten. Ein bisschen psychologisches Geschick gehöre zu den Aufgaben einer Schiedsperson eben auch dazu. „Die Erfahrungen, die man dabei sammelt, helfen auf jeden Fall auch im eigenen Alltag“, kann Gramberg aus Erfahrung berichten.

Fälle lösen als Team

In Wardenburg werden Schiedsfälle in Teamarbeit gelöst, das heißt, beide Schiedspersonen arbeiten zusammen. „So kann man immer noch mal den Blickwinkel wechseln und sich austauschen. Das klappt meistens wirklich gut.“ Denn manchmal, so kann er rückblickend berichten, helfe schon ein einziges klärendes Gespräch so enorm weiter, dass der Streit beigelegt ist.

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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