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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Holocaust-Gedenktag in Wardenburg: Stilles Gedenken diesmal nur in ganz kleinem Kreis

28.01.2021

Wardenburg Die Gedenktafel am Kugelmannplatz in Wardenburg ist für gewöhnlich am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, Ausgangspunkt für informative Aktionen, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Am Mittwoch fiel der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz bescheidener aus als in den Vorjahren.

„Aufgrund der Corona-Pandemie ist eine öffentliche Gedenkveranstaltung im Schulterschluss mit der IGS Am Everkamp wie in den vergangenen Jahren leider nicht möglich gewesen“, bedauert Hendrik Müller, im Rathaus zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Darum hätten sich die Beteiligten für eine Ausrichtung mit sehr kleinem Teilnehmerkreis entschieden.

Juden in Wardenburg: Familie Kugelmann

Im Jahr 1861 siedelte das Ehepaar Daniel und Friederike Kugelmann in Wardenburg und baute sich hier mit einer Schlachterei seine eigene Existenz auf. Die vier Kinder Julius, Emma, Luis, Semmi und Elise wuchsen in Wardenburg auf, besuchten hier die Schule und den Sportverein, hatten Freunde und Freundinnen und waren Mitglieder bei der örtlichen Feuerwehr.

Dennoch bekam die Enkelgeneration der Kugelmanns Antisemitismus und Ausgrenzung zu spüren. Bis 1940 lebte die jüdische Familie an der Oldenburger Straße, dort wo heute die Lethe-Apotheke steht. 1940 wurden die Kugelmanns deportiert. Sie starben in den KZs Treblinka und Auschwitz. Als einzige Überlebende wanderte Selma Kugelmann 1949 in die USA aus.

Als Vertreter von Wardenburger Institutionen fanden sich deshalb lediglich Pastorin Imke Gießing von der evangelischen Kirchengemeinde, Pastoralreferentin Susanne Duesmann von der katholischen Kirchengemeinde sowie Bürgermeister Christoph Reents am Kugelmannplatz an der Friedrichstraße ein und legten dort ein Blumengesteck ab. Hier erinnert eine Tafel an die ermordeten, in Wardenburg geborenen und aufgewachsenen Mitglieder der jüdischen Familie Kugelmann.

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„Ohne Erinnerung an die furchtbaren Ereignisse kann es weder eine Überwindung dieses schlimmen Teils von Deutschlands Geschichte geben noch können wir die notwendigen Lehren für die Zukunft ziehen“, so die einhellige Meinung der Teilnehmenden. „Was damals hier in Deutschland passiert ist, darf sich niemals wiederholen! Unser aller Aufgabe ist es, Mitmenschlichkeit zu bewahren und die Rechte und die Würde jedes Menschen zu achten und zu schützen.“

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