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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Kinderbetreuung: Bedarf an Kitaplätzen im Blick behalten

27.06.2020

Wardenburg Wie viele Kinder werden in den kommenden Jahren einen Kindergartenplatz in der Gemeinde brauchen? Auch wenn die Geburtenzahlen hier eine verlässliche Größe bieten, ist der entstehende Bedarf in Neubaugebieten und aufgrund des Generationenwandels in alten Siedlungen ungewiss. Das wurde auf der Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses am Donnerstag deutlich.

Bedarf in baugebieten

Beispiel Achternmeer: Auf Grundlage der Angaben der Bewerber für Baugrundstücke des Baugebietes Alter Dorfweg ist ein möglicher Bedarf ermittelt worden. Hier geht die Verwaltung davon aus, dass zum August 2021 in der Krippe elf zusätzliche Kinder angemeldet werden, im Kindergarten sechs und im Hort acht Kinder mehr. „Allerdings gibt es hierzu viele Unwägbarkeiten“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Nicht alle Eltern lassen ihre Kinder in einer Kita betreuen, zudem werden einige Kinder in anderen Kitas angemeldet – etwa in Betriebskindergärten oder Einrichtungen, die auf dem Arbeitsweg der Eltern liegen. Auch stehe noch nicht fest, ob alle Eltern, die sich um einen Bauplatz beworben haben, auch tatsächlich ein Grundstück bekommen.

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Wohnortnah Betreuen

Mehr als das Kindergartenjahr 2021/22 interessierte Detlef Sonnenberg (SPD) allerdings das aktuelle Jahr: „Mir fehlt in dem Bericht die Perspektive, wie es im August 2020 aussieht“, kritisierte er. „Haben wir genug Krippen- und Kitaplätze? Bekommen alle Kinder einen Platz in ihrem Wohnort?“ Man sei mit Hochdruck dabei, Gruppen einzurichten, so Sozialamtsleiterin Marion Schröder. So reagiere die Gemeinde beispielsweise mit der Einrichtung einer Kita-Gruppe im „Bienenkorb“ – statt einer zunächst geplanten Krippengruppe – auf den höheren Bedarf in der Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen. Die Vergabe sei noch ein laufender Prozess, die Zahl der Kinder ohne Betreuungsplatz gehe aber „gegen Null“.

Ein weiterer Knackpunkt, den Sonnenberg ansprach: Dadurch, dass Krippenplätze überwiegend im Kernort vorgehalten werden, sei es schwierig für Kinder aus den anderen Ortschaften, später in eine Kita vor Ort zu wechseln. „Wir versuchen, eine wohnortnahe Kita-Betreuung anbieten zu können, aber es klappt nicht in allen Fällen“, räumte Schröder ein.

Keine Ferien-gruppen

Wie langfristig sich das Thema Corona auf die Kinderbetreuung auswirkt, wurde in diesem Ausschuss ebenfalls deutlich. In der Einwohnerfragestunde schilderten zwei Väter die Probleme ihrer Familien, die sich lange Zeit nicht auf die Kinderbetreuung verlassen konnten. Und noch eine weitere Frage stand im Raum: Wird es in den Ferien eine Notbetreuung geben? Viele Eltern haben ihren Urlaub bereits in den vergangenen Wochen nehmen müssen, um ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Sie müssten unbedingt entlastet werden, gab Kora Heißenberg (FDP) zu bedenken. Vor Corona habe es keine Nachfrage nach der Ferienbetreuung gegeben, so Sozialamtsleiterin Schröder. Deshalb habe man eine Notbetreuung in diesem Jahr nicht vorgesehen. „Die Mitarbeiterinnen sind an ihren Grenzen“, machte Bürgermeister Christoph Reents deutlich, warum man hier vermutlich nicht flexibel reagieren könne. „Sie nehmen ihren Urlaub während der Ferienzeit. Ich glaube nicht, dass wir genügend Mitarbeiter finden, um kurzfristig eine Ferienbetreuung auf die Beine zu stellen.“

Hinzu komme, so Schröder, dass Gruppen aufgrund der Hygienebedingungen in diesem Jahr nicht für eine Notbetreuung zusammengelegt werden könnten. „Das hieße, dass in jeder Kita mindestens zwei Erzieherinnen sein müssten.“

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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