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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Vier Zimmer, Küche, Kita-Platz

25.01.2020

Wardenburg Mehr ältere Menschen, weniger Kinder: Auch vor Wardenburg macht der demografische Wandel nicht halt. 1977 waren noch mehr als 30 Prozent der Wardenburger jünger als 15 Jahre, heute sind das mit 16,5 Prozent nur noch gut halb so viele. Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der über 64-Jährigen beinahe verdoppelt.

Mit der Ausweisung von Neubaugebieten schafft die Gemeinde einen Anreiz für junge Familien, in den Ort zu ziehen oder hier zu bleiben. Auch frei werdende Häuser aus dem Altbestand locken – zumal Immobilien in Wardenburg noch immer deutlich günstiger sind als in Oldenburg. Doch attraktiver Wohnraum allein ist es nicht, was die junge Generation bewegt, hierher zu ziehen oder zu bleiben: Für junge Eltern ist die Frage der Kinderbetreuung mittlerweile mit entscheidend dafür, wo sie ihren Lebensmittelpunkt wählen.

„Der Anspruch an die Betreuung ist ein komplett anderer geworden“, weiß Sozialamtsleiterin Marion Schröder. „Zum Beispiel haben die Betreuung und Bildung von Kindern unter drei Jahren einen rasanten gesellschaftlichen wie politischen Wandel erfahren.“ 2018 wurde zudem die Beitragsfreiheit im Kita-Bereich (Drei- bis Sechsjährige) eingeführt. Zwar beteiligen sich das Land Niedersachsen und der Landkreis an den Kosten, einen wesentlichen Teil aber muss die Gemeinde selbst aufbringen. „Die Länder und Gemeinden stehen aufgrund des zunehmenden Bedarfs an Betreuungsplätzen vor großen Herausforderungen bei der Finanzierung“, erklärt die Sozialamtsleiterin.

Kosten der Gemeinde

Für 2020 geht die Gemeinde von Kosten für die Kinderbetreuung von 4,3 Millionen Euro aus, die nach Abzug aller Zuschüsse von der Kommune zu tragen ist. Diese Investition sei wichtig, betont Marion Schröder: „Es ist notwendig, vermehrt Kita-Plätze anzubieten, denn die Betreuung unterstützt Familien in ihrer Bildungs- und Erziehungsverantwortung und trägt damit maßgeblich zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.“ Voraussetzung hierfür sei die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Betreuungsangeboten. Das beinhaltet nicht nur pädagogisches Fachpersonal, sondern beispielsweise die Einstellung von Springerkräften, um auch im Krankheitsfall die Betreuung gewährleisten zu können.

Für viele junge Familien ist es mittlerweile selbstverständlich, dass beide Elternteile schnell in den Beruf zurückkehren – auch in Vollzeit. Die Gemeinden sind hier gefordert, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Eine Herausforderung gleich auf verschiedenen Ebenen: Mit dem Rechtsanspruch auf Betreuung wuchs die Nachfrage, neue Gruppen mussten eröffnet werden, bestehende Kitas kamen hinsichtlich des Raumangebots an ihre Grenzen, Erweiterungs- und Neubauten wurden notwendig. Auch braucht man zusätzliche Betreuungskräfte, doch der Bedarf ist derzeit größer als das Angebot.

Im Moment werden die Kita in Achternmeer und an der Röbeler Straße in Wardenburg vergrößert, der Kita-Neubau in Hundsmühlen steht kurz vor der Fertigstellung.

Das zahlen Land ...

Vom Land Niedersachsen gibt es für jede Betreuungskraft eine Pauschale für Personalausgaben. Sie lag früher bei 20 Prozent, durch die Beitragsfreiheit im Kita-Bereich ist sie zunächst auf 55 Prozent erhöht worden und wird bis zum Kindergartenjahr 2021/22 auf 58 Prozent steigen. Zudem gibt es Investitionskostenzuschüsse zur Schaffung neuer Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren: Jeder neue Platz wird mit 12 000 Euro bezuschusst, wenn „zuwendungsfähige Ausgaben“ in Höhe von mindestens 13 000 Euro entstanden sind.

... und Landkreis

Der Landkreis Oldenburg beteiligt sich seit August 2019 ebenfalls an den Betriebskosten. Die einzelnen Gruppen werden pro Jahr mit mindestens 6000 Euro (Gruppen mit Betreuung von bis zu sechs Stunden täglich) bis zu 12 000 Euro (Gruppen mit Inklusionsansatz) unterstützt. Bei Neubauten, Erweiterungen und dem Kauf von Altimmobilien zur Gründung neuer Kitas wird jeder neu geschaffene Platz mit 3100 Euro gefördert.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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