• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

„Autobahnähnliches Einfallstor“

30.05.2018

Wardenburg In der jüngsten Bauausschusssitzung hatten die Mitglieder mit knapper Mehrheit einen Kreisel am nördlichen Ortseingang abgelehnt und die Umgestaltung der Ortseinfahrt insgesamt auf Eis gelegt (NWZ vom 26. Mai). In diesem Zusammenhang erinnert Johannes Hiltner, bis Ende 2017 Fraktionsvorsitzende der Grünen, in einem offenen Brief an die Ratsmitglieder an den Bürgerprozess 2050, das Bestreben der SPD, „Cita Slow“ (langsame Stadt) in Wardenburg zu etablieren und die Diskussionen über die Entwicklung des Gesamtortes und des Kernortes. „Bisher zeichnet sich Wardenburg als ’gesichtsloser’ Durchgangsort aus, ohne gewachsene Kernortsstrukturen“, schreibt er. „Der nördliche Ortseingang ist in diesem Sinne überhaupt kein Ortseingang, sondern ein autobahnähnliches Einfallstor“, so Hiltner.

Am Anfang der Planung 2016 sei allen Ausschussmitgliedern klargewesen, dass mit dem geplanten Kreisel mehr verbunden sein sollte, als nur das außerordentlich große Verkehrsaufkommen zu bremsen und zu steuern. „Wardenburg sollte hier zusätzlich ein ’Gesicht’ bekommen“, betont der ehemalige Ratsherr. Dem Argument eines Ratsmitgliedes, der nördliche Ortseingang sei kein Unfallschwerpunkt und ein Kreisel daher nicht notwendig, hält Hiltner entgegen: „Überall entstehen Kreisel. Um den Verkehr zu steuern und nicht, um Unfallschwerpunkte zu entschärfen.“

Ein Kreisel an dieser Stelle würde zur Beruhigung des Verkehrs beitragen, betont auch Grünen-Politikerin und Ratsfrau Veronika Hillenstedt in einem Brief an die NWZ.

Hillenstedt erinnert daran, dass vor etwa zwei Jahren eine Anwohnerin des Patenbergwegs auf das Problem der Überquerung für Senioren und Kinder am nördlichen Ortseingang aufmerksam gemacht habe. „Um Unterstützer für eine Querungshilfe vom Patenbergsweg zum Iburgsweg zu gewinnen, sammelte diese sehr betagte Seniorin mit ihrem Rollator unermüdlich Unterschriften im Patenbergsviertel“, so die Politikerin. Der Entwurf einer entsprechenden Querungshilfe wurde von der Landesstraßenbaubehörde abgelehnt.

An dieser Stelle die Straßenseite zu wechseln, sei für Überquerende der Oldenburger Straße sehr gefährlich, da die Fahrzeuge sehr schnell in den Ort einfahren und die Straße in Richtung Tungeln durch die vorhandene Kurve nur schlecht eingesehen werden könne. Bei der Gestaltung eines Kreisels müssten die Fußgänger und Radfahrer adäquat Berücksichtigung finden, um unversehrt die Straße zu überqueren, fordert sie.

Zudem sei zu bemerken, dass sich durch das neue Wohnviertel Plaggenesch das Verkehrsaufkommen im Iburgsweg erheblich erhöht habe. Auch dieser Querverkehr könnte sich zügig einfädeln. Ein Kreisel würde zu einer Entzerrung des Verkehrs führen. „Ein festinstallierter Blitzer ist an dieser Stelle meines Erachtens wenig hilfreich“, so Hillenstedt.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
Rufen Sie mich an:
04407 9988 2730
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.