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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Rumänienhilfe ohne Lagerhalle

08.04.2019

Wardenburg /Oldenburg Und wieder muss ein Schlussstrich gezogen werden. Mehrfach ist die Rumänienhilfe Oldenburg-Rastede (ROR) mit ihrem Sammellager umzogen – letztendlich in die Gemeinde Wardenburg. Dort in der Fladderstraße 45 kam der Verein vor vier Jahren unter. Ab Mitte dieses Jahres gilt auch die Adresse nicht mehr. Das Lager wird geschlossen. „Aber damit endet nicht die Rumänienhilfe“, betont Inge Reckow. Gerade wurde sie erneut in ihrem Amt als Vereinsvorsitzende bestätigt. Die Rumänienhilfe ist ihr Lebenswerk, denn zusammen mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Dieter hat Inge Reckow sie 1992 gegründet. Mit einem „Romakindergarten“ fing die Arbeit in der nachkommunistischen Zeit an. In der rumänischen Region Satu Mare arbeitet die ROR seither mit der örtlichen Caritas zusammen. Das will man auch künftig. Aber dann hilft man eben nicht mehr mit Hilfsgütern, sondern mit dem Sammeln von Geldspenden.

Warum wird das Lager aufgegeben?

Zum einen sind es laut dem Verein gesundheitliche Gründe, die diese schwere Arbeit einfach nicht mehr zulassen. Zum anderen sind es die Kosten, die das Lager jeden Monat verlangt: 327 Euro € Miete, dazu kommen Ausgaben wegen des Verpackungsmaterials. Zum 30. Juni 2019 wird das Lager an der Fladderstraße gekündigt. Annahme der letzten Möbelspenden ist am 30. April, Annahme der letzten Sachspenden am 31. Mai.

Wie erhält der Verein Geld für die Hilfsprojekte?

Das Geld sammelt die Rumänienhilfe durch den Verkauf von Basteleien, Marmeladen und Kerzen. Dazu kommen die Vereinsbeiträge. Zurzeit habe man 51 zahlende Mitglieder. Ganz wichtig – aber leider auch rückläufig – sei der Posten „Spenden“. Zwischen den Jahren 2011 und 2016 lagen die Spendensummen im Mittel noch bei rund 13 000€ Euro/Jahr, danach waren es jährlich 6500 Euro, 2018 dann 5000 Euro.

Was wurde erreicht und wo hilft man künftig ?

Inge Reckow listet folgende Einrichtungen auf, die der Verein unterstützt hat: die Poliklinik (600 bis 700 Patienten), die Sozialküche in Satu Mare (versorgt täglich 120 Menschen), Don-Bosco-Kindergarten (für 36 Kinder), die Einrichtung „Erdet-Ingretto“ (für Kinder- und Mütterbetreuung), Carei-Behindertenkindergarten sowie Seniorenclubs in Satu Mare und Carei.

Weiterhin unterstützen will die Rumänienhilfe das „Haus Perla“ in der Gemeinde Homorod. Dabei handelt es sich um ein Therapie- und Ferienzentrum für elf Menschen mit Behinderungen im Alter von 14 bis 35 Jahren. Die Reise 2018 nach Rumänien habe gezeigt, dass die Projekte „erwachsen“ geworden seien, dass sie aber vielen Probleme finanzieller Art und in behördlicher Richtung begegneten.

Geht noch ein Hilfstransport auf Tour?

Vom Lager an der Fladderstraße aus sind laut dem Verein bis Ende vergangenen Jahres 28 Transporte nach Satu Mare gestartet, in diesem Jahr waren es bereits zwei Transporte. Einen letzten Hilfstransport wird es noch in diesem Jahr geben.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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