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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Politik: Wardenburg soll sich stärker einsetzen für Geflüchtete

03.03.2021

Wardenburg Grüne und SPD in Wardenburg möchten, dass sich die Gemeinde dem Bündnis „Sichere Häfen“ anschließt. Ein entsprechender Antrag wird an diesem Donnerstag, 4. März, im Rat diskutiert (17 Uhr, Ratssaal). Mit der Aktion „Sicherer Hafen“, eingebettet in die Hilfsorganisation „Seebrücke“, engagieren sich Kommunen für eine humanere Asylpolitik. Mit einem Informationsstand hatten die Initiatoren am vergangenen Wochenende auf ihre Zielsetzung und auf die Arbeit der „Seebrücke“ aufmerksam gemacht.

Emotionale Gespräche

Grüne und SPD informierten über ihr Ziel, Wardenburg zum „Sicheren Hafen“ zu erklären. BILD: privat

Einsatz für Menschen auf der Flucht

Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung. Sie fordert von der deutschen und europäischen Politik sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen.

Mit der Aktion „Sicherer Hafen“ soll sich auch die Kommunalpolitik für die Entkriminalisierung der Seenotrettung einsetzen und gleichzeitig Geflüchteten in ihren Städten und Gemeinden Perspektiven bieten sowie mehr Menschen aufnehmen, als sie müssten.

Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) setzt Zeichen in der Seenotrettung von Flüchtlingen: Die EKD unterstützt mit dem Bündnis United4Rescue die zivile Seenotrettung und schickt inzwischen zwei Schiffe zur Rettung von Ertrinkenden ins Mittelmeer.

Mehr zum Thema: oder ww.ekd.de/faqs-zur-seenotrettung-49588.htm  oder seebruecke.org

Dabei seien viele emotionale Gespräche geführt worden, erzählt Grünen-Ratsfrau Veronika Hillenstedt. Erinnerungen an eigene Fluchterfahrungen nach dem Zweiten Weltkrieg und Betroffenheit über die Situation an Europas Außengrenzen habe viele der Kontakte mit Bürgerinnen und Bürgern geprägt.

„Die Menschen, die an unseren Stand kamen, finden es immens wichtig, dass wir das Ziel verfolgen, Wardenburg zum „Sicheren Hafen“ zu machen“, so Hillenstedt. „Zwei alte Damen berichteten uns eindrücklich von ihren Fluchterlebnissen aus dem damaligen Ostpreußen. Viele Parallelen zu ihren eigenen Erlebnissen wurden durch die Berichte über Menschen, die auf der Flucht im Mittelmeer sterben, weil sie nicht gerettet werden, sichtbar und traumatische Erlebnisse aus ihrer Kindheit kamen wieder hoch.“ Auch damals seien Fluchtmöglichkeiten von Schleppern organisiert worden, Boote gekentert, Menschen in der kalten Ostsee ertrunken. „Heute werden wir täglich mit den Folgen von menschenunwürdiger Politik im Mittelmeer konfrontiert. Menschen sterben, weil die Seenotrettung verhindert wird“, macht die Grünen-Politikerin deutlich und fordert gemeinsam mit ihren Mitstreitern: „Es wird höchste Zeit, ein Zeichen zu setzen!“

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Kein Rettungsschiff

Im vergangenen Jahr sei immer wieder monatelang kein einziges Rettungsschiff im Einsatz gewesen. „Schon aus humanitären Gründen halten wir es für selbstverständlich, dass alle Demokratinnen und Demokraten einer solchen menschenverachtenden Politik geschlossen entgegentreten.“

Der Antrag, Wardenburg zum „Sicheren Hafen“ zu erklären, gehe einher mit dem Appell, mehr zu unternehmen zur Bekämpfung von Fluchtursachen. „Insbesondere ist es wichtig, eine Entwicklungspolitik zu betreiben, die die Bedürfnisse der Gesellschaften vor Ort im Blick hat“, so Veronika Hillenstedt.

Angebote in Wardenburg

In der Gemeinde Wardenburg gibt es verschiedene niedrigschwellige Angebote für Geflüchtete. Regelmäßiger Treffpunkt ist seit 2015 das offene Teehaus im evangelischen Gemeindehaus. Auch eine Fußballgruppe und die Aktion „Wir sprechen Deutsch“ wenden sich an Geflüchtete. Derzeit müssen die Angebote coronabedingt pausieren, Kontakte werden aber digital gehalten. Einmal im Jahr kochen Wardenburger Bürger mit und ohne Migrationshintergrund außerdem zusammen. Auch diese Aktion musste 2020 leider aufgrund der Pandemie ausfallen.

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