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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Keine klare Mehrheit für Pläne erkennbar

23.11.2017

Wardenburg Durch die Verschiebung der Ratssitzung auf den 30. November haben die Wardenburger Ratsmitglieder drei Wochen mehr Zeit bekommen, Pro und Contra einer Verlegung des Aktiv & Irma-Marktes auf den Wardenburger Marktplatz gegeneinander abzuwägen. Nächste Woche steht nun eine Abstimmung über den städtebaulichen Vertrag an, jedoch mit einem anderen Beschlussvorschlag als noch vor zwei Wochen. Die Verwaltung empfiehlt, die Angelegenheit zurückzustellen.

Nicht nur in der Bevölkerung wird derzeit kontrovers diskutiert, auch in den Ratsfraktionen. Ein ganz klares Bekenntnis legen nur die Grünen sowie die FWG/Linke-Gruppe ab. Sie sind gegen einen Umzug des Irma-Marktes, allein schon aufgrund des wertvollen Baumbestandes, der einem Neubau weichen würde.

„Wollen keine Stillstand“

Das versprochene Verkehrsgutachten sehen die Grünen kritisch: „Ein Gutachten, das der Investor in Auftrag gibt, ist für uns nicht unabhängig“, kritisiert Fraktionsvorsitzender Johannes. Er betont: „Wir sind keineswegs für einen Stillstand, aber wir gehen davon aus, dass sich Irma auch am jetzigen Standort erweitern kann.“ Für den Marktplatz müsse die bestmögliche Nutzungsmöglichkeit erst gefunden werden.

Dieser Meinung können sich FWG und die Die Linke anschließen. „Wir lehnen den Verkauf des Marktplatzes und den städtebaulichen Vertrag mit Aktiv & Irma ab“, sagt FWG-Fraktionsvorsitzender Eckhardt Hildebrandt.

Wenn nächste Woche über den besagten Vertrag entschieden werden sollte, wollen die Liberalen ihren Fraktionszwang aufheben. „Wir sind noch in der Meinungsfindung“, beschreibt Ratsherr Frank Freese das derzeitige Bild in seiner Fraktion. Er plädiert für eine klare Entscheidung am 30. November, ob Irma umziehen darf oder nicht. Ansonsten sei der ganze Haushalt für 2018 mit einem großen Fragezeichen versehen, so Freese.

Immerhin stünden durch einen Verkauf des Marktplatzes 1,2 Millionen Euro netto im Etat, die bereits verplant seien. Viele andere Ausgaben wie für Bürgerhaus, Rathaus-Umbau, neues Schützenhaus oder Stapelriede seien damit verbunden. Würde das Thema zurückgestellt, seien einige andere Projekte gefährdet. Nach Freeses Einschätzung „ist eine Mehrheit im Rat für eine Umsiedlung zurzeit nicht erkennbar“.

Ein positives Signal für einen Umzug des Verbrauchermarktes will die SPD-Fraktion an den Investor senden. „Wir können uns aber auch nicht alles vorstellen“, räumt Fraktionsvorsitzender Ronald Holtz ein. Noch seien zu viele Fragen betreffend des Baumbestandes, der verkehrlichen Situation und das Altstandortes offen, die noch beantwortet werden müssten.

CDU hält hinterm Berg

Das Stimmungsbild innerhalb der CDU-Fraktion möchte Fraktionschef Armin Köpke auf NWZ-Nachfrage nicht nach außen tragen. „Wir verarbeiten zurzeit noch die unterschiedlichen Informationen“, so Köpke. Nach Informationen dieser Zeitung sind die Christdemokraten in dieser Frage gespalten.

Als einziger CDU-Ratsherr hat sich bislang Ratsvorsitzender Roland Mehrens freimütig zu den Irma-Plänen bekannt. Auf seiner Facebook-Seite bittet er als „aktueller Schützenkönig, aber auch als CDU-Ratsherr“ alle Wardenburger Bürger „um Unterstützung zur Weiterentwicklung unseres Vereins“. Die Chance, die „uns der Verbrauchermarkt Irma bietet, sollten wir nutzen“.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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