• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Umweltausschuss: Nein zum Nachhaltigkeits-Netzwerk

08.07.2020

Wardenburg Dass sie für das Thema „Cittaslow“ brennt, war SPD-Ratsfrau Andrea Glunde anzumerken. In einer leidenschaftlichen Powerpoint-Präsentation warb sie im Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt und Energie dafür, dass die Gemeinde Wardenburg dem Netzwerk Cittaslow beitritt. Ziele sind unter anderem, Nachhaltigkeit konsequenter zu verfolgen und Lebensqualität zu steigern.

Eigentlich hatte ein Vertreter von Cittaslow dem Ausschuss etwas über diese Bewegung erzählen sollen, der weltweit 150 Städte angehören. Doch die Organisation hatte offenbar niemanden finden können, der den Weg nach Wardenburg antrat oder sich zumindest per Video zuschaltete. Wegen des fehlenden Fachmanns stellte Glunde den Antrag, das Thema noch einmal zu vertagen. Das wurde jedoch bei Stimmengleichheit und einer Enthaltung abgelehnt. So musste Andrea Glunde allein versuchen, dem Ausschuss den SPD-Antrag auf Beitritt zum Cittaslow-Netzwerk schmackhaft zu machen.

Cittaslow-Gemeinden, so berichtete Glunde, geben sich ein Leitbild und tauschen sich intensiv mit anderen Kommunen aus. „In Cittaslow-Gemeinden stößt man überall auf offene Türen; es herrscht eine Willkommenskultur“, sagte Glunde, die sich davon schon selbst in Deidesheim (Rheinland-Pfalz) überzeugen konnte. Viel Wert werde zudem darauf gelegt, regionale Produkte zu fördern.

Einige mögliche Ziele für Wardenburg trug Glunde vor: die Förderung von Elektrofahrzeugen, den Bau einer Fischtreppe, Messstellen fürs Grundwasser, eine Solaranlage auf dem Rathaus, mehr Fachärzte, gesundes Essen für Schulkinder und eine nachhaltige Architektur. „Wardenburg braucht einen Zusammenhalt, um gemeinsam in eine Richtung zu gehen“ sagte die SPD-Ratsfrau überzeugt.

„Wir müssen uns nicht als schlecht oder hinterwäldlerisch verkaufen“, meinte Hajo Suhr (CDU). Wardenburg sei für seinen sozialen Zusammenhalt in den Ortschaften bekannt, zudem tausche man sich auch mit Nachbargemeinden aus.

„Wer Cittaslow ablehnt, der will keinen Fortschritt; dem geht es nur ums Geld“, meinte Werner Wulf (SPD). Einmalig entstehen für das erste Jahr Aufnahme- oder Mitgliedsgebühren in Höhe von 4700 Euro und dann laufende jährliche Kosten von 3500 Euro.

„Wenn das Netzwerk so toll wäre, dann gäbe es doch viel mehr Mitglieder,“ wandte Armin Köpke (CDU) ein. Cittaslow hat in Deutschland 21 Mitgliedskommunen. Und dass es nicht gelungen sei, einen Vertreter zu schicken, so Köpke weiter, spreche nicht gerade für das Netzwerk. „Bei mir ist der Funke nicht übergesprungen“, gab FDP-Ratsfrau Kora Heißenberg zu. Im Gegensatz zu Grünen-Ratsfrau Hilke Kenkel-Schwartz: „Man wird diszipliniert, sich bestimmten Themen zu widmen.“ – „Es gibt da viele Themen, mit den wir uns ohnehin schon beschäftigen. Das hat für uns keinen Mehrwert“, meinte dagegen Bürgermeister Christoph Reents.

Mit Stimmenmehrheit von CDU, FDP und FWG/Linke-Gruppe wurde ein Cittaslow- Beitritt abgelehnt.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
Rufen Sie mich an:
04407 9988 2730
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.