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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Wer Regeln bricht muss tanzen

03.06.2017

Wildeshausen /Oldenburg Sauberes, gut sitzendes Jackett, dazu fest gebundene Krawatten. Auf den Tischen viele verschiedene Papiere, aufgeklappte Laptops und Ordner. Auf den ersten Blick wirkten einige Schüler des Gymnasiums Wildeshausen in den vergangenen Tage nicht wie gewöhnliche Schüler. Der Grund: Sie haben am Planspiel Oldenburg Model United Nations (Olmun) in der Stadt Oldenburg teilgenommen. Kurz vor ihren letzten Komitee-Sitzungen schilderten sie der NWZ ihre Erfahrungen.

Eigene Länder kennen

Gäste aus 16 Nationen

Von Dienstag, 30. Mai, bis Freitag, 2. Juni, war die 17. Olmun in Oldenburg.

Organisiert wird die Veranstaltung von Schülern für Schüler. Jugendliche, die bereits mehrmals dabei waren, agieren unter anderem als Moderatoren.

Die rund 100 internationalen Gäste der Veranstaltung aus 16 Nationen, von den Niederlanden bis Weißrussland, übernachten größtenteils in Gastfamilien.

Zum zweiten Mal war die Schule aus dem Landkreis bei Deutschlands größtem UN- Planspiel dabei, an dem rund 700 Schüler aus ganz Europa teilnahmen und das mit einem Budget von 40 000 Euro umgesetzt worden ist. Für vier Tage simulierten sie die Vollversammlung der Vereinten Nationen und debattierten über aktuelle Themen. Die Veranstaltungen trugen sich in verschiedenen Gebäuden, unter anderem der Weser-Ems-Halle, zu. „Es sind zum Beispiel Jugendliche aus Italien und Tschechien dabei“, sagte Tim-Mattes Wulf. Deswegen galt es, bei den Versammlungen Englisch zu sprechen.

Die Gymnasiasten wurden auf zwei Länderdelegationen aufgeteilt: Pia Düßmann (Q2), Piet Gerke (Q2), Christopher Hoyer (10b), Michelle Müller (9a) und Emily Paul (Q2) vertraten die Interessen der Demokratischen Republik Kongo, während Andrea Grashorn (Q2), Greta Wöbse (Q2) und Tim-Mattes Wulf (Q2) die Niederlande repräsentierten. Sie verteilten sich wiederum auf verschiedene Komitees. Beispielsweise in dem Umweltausschuss, dem Industriekomitee oder dem Menschenrechtskomitee. Das bedeutete natürlich auch, dass die Delegationen ihre Länder und die Standpunkte umfassend kennen mussten. Um sich auf diese Situationen und das gesamte Planspiel vorzubereiten, trafen sich die Jugendlichen außerschulisch mit Lehrerin Sarah Ahmad. „Sie begleitet das Projekt“, sagte Andrea Grashorn. „Wir können sie jederzeit anrufen.“ Es müsse auf viele Details geachtet werden: Denn nicht nur die eigenen Standpunkte, sondern auch die der anderen Länder müssen den Schülern bekannt sein.

Grashorn hielt zu Beginn der Olmun die Eröffnungsrede für ihre Delegation. „Es waren nur 45 Sekunden.“ Diese 45 Sekunden seien ganz schön aufregend gewesen. In dieser Zeit stellte sie die Aussichten „ihres“ Landes, also der Niederlande, vor. Mit anderen Worten: Sie erzählte den rund 700 übrigen Teilnehmern, mit welchen Erwartungen sie und ihre Landsleute in die Vollversammlung gehen.

Und für welche Überzeugung standen die Wildeshauser Schüler ein? „Die Niederlande versuchen, alle Massenvernichtungswaffen abzuschaffen“, gab Wulf ein Beispiel. Anfangs sei es schon aufregend, im Komitee vor gut 50 Anwesenden auf Englisch den Standpunkt seines Landes zu vertreten. „Aber man kriegt schnell Routine.“ Eine Sitzung dauerte in der Regel von 9 bis 17 Uhr. Auch „Guest-Speaker“, also Gastredner, begleiteten die Veranstaltungen.

Tanzen als Strafe

Dass sich die Schüler für das Planspiel korrekt kleiden, war selbstverständlich. Wer sich nicht daran hielt, wurde bestraft. Beispielsweise mussten nicht korrekt gekleidete Teilnehmer tanzen. „Also so, wie bei den richtigen Vereinten Nationen auch“, waren sich die Wildeshauser Schüler mit einem Augenzwinkern einig.

Verena Sieling
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2708

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