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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Schwung für höhere Windkraftanlagen

27.09.2019

Wildeshausen /Aldrup Die Diskussion läuft bereits seit Jahren. Jetzt unternimmt die Stadt Wildeshausen einen neuen Anlauf zur Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans, damit zwei Windkraftanlagen in Aldrup durch deutlich größere und leistungsfähigere Windräder ersetzt werden können. Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt signalisierte am Dienstagabend Zustimmung; die Vertreter von SPD und CDU enthielten sich.

„Es gibt keine veränderte Sachlage“, erklärte Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge. Durch sogenanntes Repowering des Windparks sollen die 100 Meter hohen und 20 Jahre alten Windräder durch zwei neue, knapp 200 Meter hohe Windenergieanlagen ersetzt werden. Eine Verlegung oder ein ins Spiel gebrachter Flächentausch zwischen dem Investor und der benachbarten Firma Agrarfrost sei nicht zustande gekommen. Thomas Aufleger vom Planungsbüro NWP ergänzte, dass lediglich die Gutachten zu Schall und Schattenwurf aktualisiert wurden. Das hätte aber keine Auswirkungen aufs Projekt.

Als „sehr schwach“ bezeichnete Wolfgang Sasse (CDU) das Verhandlungsergebnis. Die Verwaltung hatte den Auftrag, mit den Beteiligten zu sprechen und Alternativen aufzuzeigen. Immerhin gehe es auch um Arbeitsplätze bei Agrarfrost, dem nach eigenen Angaben größten Kartoffelveredler im Land. Heiner Spille (UWG) warf Sasse vor, „das gleiche Fass wie vor zwei Jahren“ aufzumachen. Karl Schulze Temming-Hanhoff (parteilos) forderte Sasse auf, die Mehrheitsentscheidung zu respektieren. Ein Flächentausch sei nicht erforderlich, weil es in Aldrup noch 20 Hektar unbebaute Industriefläche gebe.

Sasse widersprach: Er habe lediglich Fragen zur Sache gestellt, beispielsweise zur Lärmentwicklung durch das Repowering. Die Politik müsse daran interessiert sein, einen Kompromiss zu finden. Bernhard Block (CDW) meinte, ein möglicher Flächentausch sei Privatsache der Beteiligten. Rein rechtlich sei das Windkraftprojekt genehmigungsfähig. „Beides ist wichtig“, sagte Frank Stöver (CDW): eine saubere Stromerzeugung und der Erhalt der Arbeitsplätze. Agrarfrost werde durch die Entwicklung nicht gestört. Und Hermann Hitz (UWG) betonte, beide Beteiligten hätten die gleichen Rechte.

Am 24. Oktober wird sich der Verwaltungsausschuss nicht-öffentlich mit der Sache befassen. Dann erfolgt die öffentliche Auslegung des Planentwurfs und der Einschätzung der Stadt. Die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange will die Verwaltung parallel durchführen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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