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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Mechanismen der Manipulation erkennen können

18.11.2019

Wildeshausen /Altona Er ist Physiker und Christ: Für Prof. Dr. Ralf Bernhard Bergmann ist das alles andere als ein Widerspruch. „Wir sollten uns nicht einreden lassen, es gebe keine Wahrheit“, sagte er am Samstag beim Männertalk der „Ökumenischen Männerarbeit  Wildeshausen“. Physiker wie Christen seien gleichermaßen der Wahrheitsfindung verpflichtet, betonte er. Nach dem Frühstück servierte der Gast aus Bremen einen geschliffenen Vortrag unter dem Titel „Alles Lüge?“, der sich um das „Handwerk der Manipulation und die Kunst, damit umzugehen“ drehte. Es war ein ebenso zeitloses wie sehr aktuelles Thema. „Die Möglichkeiten der Manipulation sind viel größer geworden“ sagte Pfarrer Lars Löwensen über die Folgen von Internet/Sozialen Medien.

Bergmann setzt auf das Harvard-Konzept. Dessen Ziele sind gute Ergebnisse für alle („Win-Win-Situation“), sachliche Einigung und geklärte Beziehung. Dafür seien Werte wie Ehrlichkeit, Fairness und respektvoller Umgang gefragt. Dagegen stehe die Manipulation, die er als gezielte und verdeckte Einflussnahme definierte.

Zunächst widmete sich der Referent kurz der Manipulation in der persönlichen Umgebung. Hier riet er zum Beispiel, nach Gesprächen die Ergebnisse per E-Mail zuzusenden. Sollte der Adressat nicht damit übereinstimmen, müsse er dann reagieren.

Ausführlich ging Bergmann auf die Manipulationen im öffentlichen Raum ein, zum Beispiel durch Politik und Medien. Verschweigen, emotionalisieren, moralisieren, diffamieren, pauschalieren und lügen: einige der Methoden. Da würde getarnt und verwirrt. Slogans würden erfunden, um Themen zu setzen und die Menschen mit Trivialem vom Wichtigen abzulenken. Bis hin zur Gewaltandrohung und -anwendung reiche das Spektrum. „Mir geht es darum, Mechanismen aufzuzeigen“, betonte der Referent bei seinen vielen Beispielen. Besondere Achtsamkeit sei gefragt bei Sympathie für Positionen: „Schalten sie ihren Verstand nicht ab, nur weil sie Sympathie für etwas haben.“ Er warnte vor der Schere im Kopf. Sie müsse weg, es gelte die Angst zu überwinden. Wichtig sei es, für die Meinungs- und Religionsfreiheit einzutreten. „Der, der sie einschränken will, muss sich rechtfertigen“, so der Redner. Gleichzeitig warnte er vor einer generellen Politikerschelte.

Bei den 62 Teilnehmen kam der einstündige Vortrag gut an. ,Informativ, sehr kurzweilig“, sagte Bernd Orlik von der Männerarbeit.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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